Arbeitslosenquote bleibt 6,5 %

GiNN-BerlinKontor.–Die Arbeitslosenzahl lag im Oktober 2012 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 16.000 höher, die Arbeitslosenquote blieb jedoch unverändert bei 6,5 %. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE, sagte am 30.10. in Nürnberg: “Die schwächere konjunkturelle Entwicklung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt aber robust und in einer guten Verfassung.”

Arbeitslosenzahl im Oktober: -35.000 auf 2.753.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +16.000
Arbeitslosenquote im Oktober: +/-0,0 Prozentpunkte bei 6,5 %.

In Berlin 11,7 % (- 0,1 %)

BA: “Von September auf Oktober ist die Arbeitslosigkeit um 35.000 auf 2.753.000 zurückgegangen. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober ist durchaus üblich, er fiel in diesem Jahr aber etwas schwächer aus als in den vergangenen Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich daher um 20.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 16.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Erstmals seit Februar 2010 wird das Vorjahresnvieau wieder überschritten.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Oktober auf 3.717.000 Personen. Das waren 164.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich, im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit, weiter gesunken ist hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den September auf 2,20 Mio und die Erwerbslosenquote auf 5,1 %.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) belief sich im Oktober auf 846.000. Im Vergleich zum Oktober 2011 ergibt sich ein Anstieg von 68.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung den fünften Monat in Folge über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 783.000 Personen erhielten im Oktober Arbeitslosengeld, 65.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Oktober bei 4.346.000. Gegenüber Oktober 2011 waren dies 128.000 weniger. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.907.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 51.000 weniger als im Vorjahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, hängt damit zusammen, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vorjahresvergleich weiter zugenommen, allerdings wird auch hier der Vorjahresabstand kleiner. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der Erwerbstätigen im September gegenüber dem Vorjahr um 322.000 auf 41,85 Millionen gestiegen. Nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im August bei 29,13 Millionen und damit um 472.000 über dem Vorjahr. Die sozialversicherungs¬pflichtige Beschäftigung wächst mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern und in den meisten Branchen – vor allem in den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Verarbeitenden Gewerbe.” (Quelle: BA)

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula VON DER LEYEN erklärte dazu in Berlin: “Die Zahlen sind kein Grund zur Unruhe und bedeuten mit Sicherheit keine Trendumkehr am Arbeitsmarkt. Schließlich zeigen sich bei Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung nur minimale Auswirkungen, die Unterbeschäftigung dagegen sinkt weiter leicht. Auch die aktuelle Kurzarbeiterstatistik lässt noch kein Krisenszenario erkennen. Vielmehr erleben wir eine Seitwärtsbewegung des Arbeitsmarktes. Viele Unternehmen warten aufgrund der anhaltend schwierigen Lage der Absatzmärkte im EURO-Raum mit Neueinstellungen ab. Massenentlassungen sind allerdings kein Thema. Vielmehr halten die Firmen an ihren bewährten Fachkräften fest.

Vielen Unternehmen gelingt es sogar, Absatzausfälle im Euro-Raum durch Exporte in andere Märkte zu kompensieren. So dürfen wir unter dem Strich mit der Entwicklung zufrieden sein. Der deutsche Arbeitsmarkt behauptet sich bislang in einer zunehmend unsicheren Lage.” (Quelle: BMAS)

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