Arbeitslosenquote: 8,4 %

GiNN-BerlinKontor.—”Die Arbeitslosigkeit ging deutlicher zurück als im Durchschnitt der letzten Jahre. Gleichzeitig legt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zu und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE am 27.09. in Nürnberg.
Die Arbeitslosenzahl sank im September um 162 000 und liegt jetzt bei 3.543.000. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 694.000 weniger gemeldete Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 % zurück: 8,4 %.


Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit beruht vor allem auf der guten Konjunktur und dem damit verbundenen Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Außerdem wird der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, das nach neuesten Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 2007 jahresdurchschnittlich um 73.000 abnimmt, so die BA..

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August saisonbereinigt um 34.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit im Juli saisonbereinigt um 53.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt hat die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Juli auf August um 73.000 auf 39,86 Millionen zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 637.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juli nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 26,89 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 555.000. Dabei entfällt etwa die Hälfte der Beschäftigungszunahme auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im Juli 4,96 Millionen betragen, 125.000 mehr als vor einem Jahr. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen. Die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten war dagegen rückläufig.

Die nach der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ermittelte saisonbereinigte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den August auf 2,60 Millionen, die saisonbereinigte Erwerbslosenquote auf 6,1 %..

Weise: “Das gemeldete Stellenangebot hat sich im September saisonbereinigt insgesamt nicht verändert, die ungeförderten Stellenangebote sind um 2.000 gestiegen. Betrachtet man nur Stellen für „normale“ ungeförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, errechnet sich ein Minus von 1.000. Nicht saisonbereinigt gab es im September insgesamt 629.000 Stellen, von denen 89 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl um 8.000 zugenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 63 Prozent oder 397.000 ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, das waren 34.000 mehr als vor einem Jahr.”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) sagte zu den sinkende Arbeitslosenzahlen, der Aufschwung komme bei den Menschen an. Das spürten jetzt auch die Langzeitarbeitslosen, die Menschen in den neuen Bundesländern und die über 50-Jährigen. Um die Wirtschaft weiter anzukurbeln, forderte CDU-Generalsekretär Ronald POFALLA erneut eine Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 3,5 %. Erfreuliche Nebenwirkung: Den Beschäftigten bliebe netto mehr im Portemonnaie.

Dietmar BARTSCH, Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE , erklärte in Berlin,  es bestehe  “für Jubel kein Anlass”.  Auch 17 Jahre nach der deutschen Einheit sei die Arbeitslosigkeit im Osten Deutschlands mehr als doppelt so hoch wie in den westlichen Bundesländern. Pendler, die für Arbeit oft Stunden in den Westen fahren oder Menschen, die ihrer Heimat im Osten ganz den Rücken gekehrt hätten, werden von dieser Statistik nicht erfasst.

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