Arbeitslosenquote 6,8 %

GiNN-BerlinKontor.—Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2013 weiter gesunken. Sie hat gegenüber April um 83.000 auf 2.937.000 abgenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat  um 21.000 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 82.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. “Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt weiter in einer guten Grundverfassung, und entwickelt sich solide in dem schwierigen konjunkturellen Umfeld.“, so Frank-J. WEISE, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA), am 29. Mai 2013 in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: – 83.000 jetzt 2.937.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 82.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: – 0,3 Prozentpunkte jetzt 6,8 %.

Bundesarbeitsministerin Ursula VON DER LEYEN (C DU)  sagte zu den aktuellen  Arbeitsmarktzahlen: “Trotz vergleichsweise gedämpfter Frühjahrsbelebung bleibt der deutsche Arbeitsmarkt grundsolide. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage etlicher europäischer Länder ist das bei weitem kein Selbstläufer. Viele Unternehmen warten ab, halten sich weiter mit Neueinstellungen zurück – aber es gibt auch keine Entlassungswellen. Das hat auch mit der ungebrochen guten Konsumlaune der Deutschen zu tun, sie stützt den Arbeitsmarkt. Doch langfristig liegen große Herausforderungen vor uns: Angesichts von 950.000 offenen Stellen müssen wir weiter die Basis an qualifizierten Fachkräften verbreitern. Das heißt insbesondere, im Inland diejenigen weiterbilden, die noch ohne Abschluss oder gesuchte Qualifikation sind. Gerade für junge Langzeitarbeitslose zwischen 25 und 35 eröffnen wir gezielt eine zweite Chance auf eine Berufsausbildung. Gleichzeitig freuen wir uns mit den Unternehmen, dass jetzt immer mehr junge Menschen mit hervorragenden Qualifikationen aus Europa auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen und hier offene Stellen besetzen.” (Quelle: BMAS)

Die Bundesagentur für Arbeit: ” Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Mai 2013 auf 3.898.000 Personen. Das waren 5.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.

Die nach dem Erwerbskonzept der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im April 2,26 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,4 %.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Mai 935.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Mai 2012 ergibt sich ein Anstieg von 104.000. Damit lag die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung zuletzt vor einem Jahr unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt 842.000 Personen erhielten im Mai Arbeitslosengeld; 62.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Mai bei 4.464.000. Gegenüber Mai 2012 war dies ein Rückgang von 24.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.002.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 23.000 weniger als vor einem Jahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Trotz konjunktureller Schwäche sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bis ins erste Quartal saisonbereinigt gewachsen. In den aktuellen Daten haben sich die Anstiege nicht mehr fortgesetzt; dies dürfte auch damit zusammen hängen, dass witterungsbedingte Einschränkungen bis in den April anhielten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im April gegenüber dem Vorjahr um 277.000 auf 41,69 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im März gegenüber dem Vorjahr um 368.000 auf 29,09 Millionen Personen zugenommen.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in den meisten Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Mai weiter nachgegeben. 437.000 Arbeitsstellen waren bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 62.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, ging um drei Punkte auf 144 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 27 Punkte im Minus.
Von Oktober 2012 bis Mai 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 439.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 9.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang rund 465.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 6.000 weniger als vor einem Jahr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen noch nicht vor. (Quelle: BA)

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