Angst vor Terror+Zuwanderung

GiNN-BerlinKontor—Terroranschläge, verheerende Unwetter oder Zuwanderung: Wie stark beeinflussen aktuelle Themen die Ängste der Deutschen? Das Infocenter der R+V Versicherung hat zum 26. Mal rund 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. 2017 jagen Sicherheitsprobleme den Bürgern am meisten Angst ein.

Die Angst vor Terroranschlägen liegt mit deutlichem Abstand auf Platz eins und erreicht mit 71 % einen der höchsten Werte, der jemals in der R+V-Langzeitstudie gemessen wurde. Wie im Vorjahr belegen die Ängste vor politischem Extremismus und vor Spannungen durch den weiteren Zuzug von Ausländern die Plätze zwei und drei. Auffällig: 2017 überspringt fast die Hälfte der abgefragten 20 Sorgen die 50%-Marke deutlich mehr als in den meisten Studien zuvor.

Groß ist auch die Angst, im Alter pflegebedürftig zu werden. Da aktuelle Themen diese Sorge überschatten, liegt sie mit 52 % – allerdings nur auf Platz neun im Ranking.

Große Angst ist die Angst vor Konflikten durch Zuwanderung. In der Studie heißt es: “Hunderttausende Menschen fliehen aus Ländern wie Syrien, Eritrea oder Afghanistan vor Krieg, politischer Verfolgung und Hunger. Sie suchen Schutz in Europa viele kommen nach Deutschland.

Der größte Flüchtlingsstrom seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs löst bei vielen Bundesbürgern Ängste aus. Fast jeder zweite Befragte (49 %) befürchtet, dass das Zusammenleben zwischen den Deutschen und den hier lebenden Ausländern durch einen weiteren Zuzug von Ausländern beeinträchtigt wird. Außerdem sorgt sich die Hälfte der Befragten (50 %) darum, dass die stark zunehmende Zahl von Asylbewerbern Deutschlands Bürger und seine Behörden überfordert, so das Ergebnis einer Sonderbefragung.”

R+V-Berater Professor Schmidt: Die Bundesrepublik Deutschland ist faktisch seit ihrer Geburtsstunde ein Einwanderungsland. Allerdings war früher ein Großteil der Einwanderer deutschstämmig, wie die Vertriebenen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches, die Übersiedler aus der ehemaligen DDR oder die Einwanderer aus der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten.”

Im Lichte der Erfahrungen der frühen 1990er Jahre und der Integrationsprobleme heute sei zu erwarten, dass die Behörden und die deutsche Bevölkerung überfordert werden, wenn die Zahl der Asylbewerber die Schwelle von 300.000 bis 400.000 überschreitet.

Außerdem erschwere es die Integration von Zuwanderern, wenn sie aus fremden Kulturen kommen, insbesondere aus Staaten mit einer nichtchristlichen Religion, einem geringeren Säkularisierungsgrad und einem niedrigeren Ausbildungsstand.” Überdies sei es schließlichfür jene Zuwanderer schwierig, sich in Deutschland einzuleben, die mit demokratischen Strukturen und Grundrechten nicht vertraut sind. Wie eine weitere Sonderfrage zudem zeigt, sind 49 % der Bundesbürger besorgt, dass sich der politische Extremismus weiter ausbreitet.” (Quele: ruv.de)

 

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