Angst vor Staatspleite auch in Ungarn

 GiNN-BerlinKontor.—Nun machen auch Meldungen aus Ungarn über einen ” unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott” die Märkte nervös.  Investoren befürchten,  dass sich die Schuldenkrise auf ganz Ost- und Mitteleuropa ausbreiten könnte. Ungarns Ministerpräsident Viktor ORBAN (47) höchstselbst schürte die Ängste vor einer Staatspleite . Die Folge: Kursverluste der ungarischen Währung Forint, und erheblicher Druck auf den Euro und auf Aktien europäischer Banken. Der rechtskonservative Regierungschef Orban mit absoluter Mehrheit im ungarischen Parlament, ließ verbreiten, der von der sozialistischen Vorgängerregierung erstellte Staatshaushalt für 2010 habe die “wahren Vorgänge und Daten” über Ungarns Finanzlage verschleiert. Die Gefahr einer Staatspleite sei “bei weitem nicht  übertrieben”.

Spanien hörte dagegen ermutigende Worte vom Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique STRAUSS-KAHN, der erklärte, das Reform- und Sparprogramm der spanischen Regierung gehe “in die richtige Richtung” . Die Maßnahmen würden dazu beitragen, das Vertrauen in die spanische Wirtschaft wiederherzustellen, sagte der IWF-Chef der spanischen Tageszeitung ABC.

Mit Blick auf den spanischen Sparkassensektor sprach Strauss-Kahn von einer “natürlichen Konsolidierung”. Insgesamt seien die Probleme Spaniens nicht mit denen von Griechenland oder anderer Staaten zu vergleichen. In Spanien ist die Lage jedoch nach wie vor sehr angespannt.

Der nun stärker regulierte Arbeitsmarkt gilt jedoch als eine der wichtigsten Wachstumsbremsen für die spanische Wirtschaft. Die Umsetzung der angedachten Reformen gilt alles andere als sicher. In Spanien wehren sich Arbeitnehmer gegen eine Deregulierung und die Unternehmen fordern zum Beispiel sofortige Lockerungen des Kündigungsschutzes. Die spanischen Gewerkschaften drohen mit Generalstreik.

Der Euro setzte seine Talfahrt mit einem Kursrutsch unter die Marke von  US-$  1.20 fort und rauschte am 04.06 sogar auf 1,1971. Der US-Dollar kostete somnit  so wenig wie seit März 2006 nicht mehr.  Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor  auf 1,2060  festgesetzt. Der Dollar kostete € 0,82.

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