Angriff auf Bundeswehr in Kundus /Afghanistan – “Ein Warnsignal” – Mandat verlängert

GiNN/BerlinKontor.–Bei einem Granatenangriff auf das Lager der Bundeswehr in Kundus/Afghanistan wurden zwei Soldaten verletzt, einer schwer. Er mußte im Lazarett des Lagers notoperiert werden.

Das Bundesverteidigungsminister meldete sogar drei Verwundete, von denen keiner lebensgefährliche Verletzungen erlitten habe. Der Zwischenfall ereignete sich Stunden vor Beginn der Sitzung im Deutschen Bundestags, bei der die erneute Verlängerung des deutschen Afghanistan-Mandats beschlossen werden soll.

Das Bundeswehr-Mandat wurde vom Bundestag gegen die Stimmen von FDP und PDS um ein weiteres Jahr verlängert. Petra PAU (PDS) wies u.a. darauf hin, dass die Mandatsverlängerung ca. 310 Millionen € kosten würde. „Der Kampf gegen den Terrorismus lässt sich gewinnen, ein Krieg gegen den Terrorismus nicht“, so Pau.

Bundeskanzler Gerhard SCHRÖDER behält sich vor, den geplanten Kabul-Besuch am 11. Oktober während seiner Asien-Reise abzusagen, verlautet. Die Lage nach den Präsidentenwahlen am 9. Oktober in Afghanistan werde sehr sorgfältig beobachtet.

In Kundus sind derzeit 269 Bundeswehrsoldaten stationiert. Insgesamt hat die Bundeswehr für den internationalen Afghanistan-Einsatz – mit UNO-Mandat und unter NATO-Führung – 2250 Soldaten entsandt. Davon sind 1550 Bundewsehr-Soldaten in der Internationalen Schutztruppe Isaf in Kabul.

Seit Beginn des Einsatzes starben 14 deutsche Soldaten in Afghanistan.

Zum Anschlag auf das Feldlager der Bundeswehr erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian SCHMIDT MdB:

“Der heimtückische Anschlag auf die deutschen Soldaten in Kunduz ist ein deutliches Warnsignal. Der Anschlag zeigt erneut, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan kein Spaziergang ist. Die Bundeswehr ist nicht vor Ort, um allein Entwicklungshilfe in Uniform zu betreiben, sondern um für Sicherheit zu sorgen. Dass sie dabei jederzeit zum Angriffsobjekt werden kann, war allen bewusst.

Offenbar gibt es Kräfte, die an einem Abzug der Bundeswehr interessiert sind und die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Die Bundesregierung muss deshalb alles tun, um den Soldaten einen bestmöglichen Schutz zu geben.”

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