Amerika hat gewählt – Obama-Partei verliert

GiNN-BerlinKontor.—Zwei Jahre nach dem Wahlsieg von US-Präsident Barack H. OBAMA Obama hat seine Partei bei den Wahlen zum US-Repräsentatenhaus  fast 60 Stimmen verloren.  Die oppositionellen Republikaner – gestützt von der konservativen Bewegung “Tea Party”  wurde mit mindestens 237 Abgeordneten (bisher 178 wieder stärkte Fraktion im US House of Representatives. Von den insgesamt 435 Abgeordneten stellen die Demokraten  nach bisher vorliegenden Wahlergebnissen nur noch 183  (bisher 257) Abgeordnete -11 Sitze sind noch offen. Im US-Senat konnten sich die Demokraten mit 51 (bisher 59)  Sitzen knapp gegenüber 47 Demokraten (3 Sitze sind noch nicht entschieden). Bei den Gouverneurswahlen gewann im US-Staat Kalifornien der Demokrat Edmund BROWN (72) und wird Nachfolger von Gouverneur Arnold SCHWARZENEGGER (Republikaner), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten durfte.  Die ehemalige Ebay-Chefin Meg WHITMAN verlor, obwohl sie “aus eigener Kasse” mehr als US-$ 140 Millionen in ihren Wahlkampf investiert hatte. In 10 US-Staaten übernahmen jedoch Republikaner von den Demokraten die Gouverneursposten – so in Ohio, Pennsylvania, Iowa, Kansas, Oklahoma, Tennessee, Michigan, Wyoming, New Mexico und Wisconsin. Insgesamt wurde in 37 US-Staaten ein neuer Gouverneur gewählt.

“Jetzt holen wir uns die Regierung zurück”, erklärte der neue  republikanische Senator aus dem US-Staat Kentucky, Rand PAUL.  Der Republikaner John Andrew BOEHMER, bisher Minderheitsführer, wird nun neuer Präsident des Repräsentantenhauses und somit drittmächtigster Mann in Washington D.C.nach dem US-Präsidenten Barack Obama und Vizepräsident Joe BIDEN. Der deutsch-Amerikaner Boehmer wuchs mit 11 Geschwister in Cincinnati, Ohio auf.  Der römisch-katholische Politiker ist seit Februar 2007  Fraktionsvorsitzender (House Minority Leader) der Republikaner im US-Repräsentantenhaus.

US-Präsident Obama gratulierte Boehmer telefonisch zum Wahlsieg seiner Demokraten im  Abgeordnetenhaus und sagte, er sei “looking forward to working with him and the Republicans to find common ground, move the country forward and get things done for the American people”, so eine Mitteilung des Weißen Hauses in Washington D.C. am 3.11.2010.

John Boehmer löst Nancy Patricia D’Alesandro PELOSI (70) von der Demokratischen Partei ab, die 2007 Sprecherin des Repräsentantenhauses („Madame Speaker“)  wurde. Pelosi war ranghöchste Frau der USA und der Demokraten. Sie sass für San Francisco, den 8. Distrikt Kaliforniens, seit 1987 im Kongress.

Im US-Staat Nevada verteidigte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Harry REID, äußerst knapp seinen Senatssitz gegen die “Tea-Party”-Kandidatin Sharron ANGLE. Bei der Wahl in Delaware verlor  die “Tea-Party”-Kandidatin Christine O’Donnell gegen den demokratischen Kandidaten Chris COONS. In Illinois gewann dagegen ein Republikaner den 2008 von Obama gehaltenen Senatssitz. In Florida siegte Republikaner Marco RUBIO, dessen Eltern aus Kuba einwanderten.

Die Demokraten behielten auch in Connecticut einen Senatssitz und im Staat New York  gewann die demokratische Kandidatin Kirsten GILLIBRAND, die den Sitz von  der US-Außenministerin Hillary CLINTON “geerbt” hatte. Ebenfalls in New York behauptete sich der demokratische Senator Charles SCHUMER. In Vermont und Maryland  wurden die demokratischen Bewerber Patrick LEAHY und Barbara MIKULSIKI  wiedergewählt und bleiben weitere 6 Jahre Senatoren.

Die Republikaner und “The TEA PARTY” hatten  die politische Entscheidungen des ersten afro-amerikanischen Präsidenten in der Geschichte der USA, Barack Husssein OBAMA  scharf  angegriffen – darunter das Wirtschaftsstimulus-Gesetz, die Gesundheitsreform und eine strengere Kontrolle der Finanzmärkte als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise.  Es waren vornehmlich innen- und wirtschaftspolitische Themen die diesen Wahlkampf beherrschten.

Ein Gedanke zu “Amerika hat gewählt – Obama-Partei verliert

  1. Yes we Can ist vorbei. Auch Obama musste wohl einsehen, dass die Politik sich nicht einfach auf 3 Wörter zu reduzieren ist. Der grosse Kommunikator, der er vor 2 Jahre war, hat in dieser Wahl versagt. Jetzt hat er 2 Jahre Zeit, um zu seinem alten Spirit zurückzufinden. Hoffentlich wird nicht vergessen, dass die Politiker vom Volk gewählt sind und diese sich dann zusammenraufen müssen um das Beste für das Volk herauszuholen, denn Amerika hat es verdient aus dem Tal der Tränen zu kommen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>