ALLIANZ-Rettungsplan für Athen

GiNN-BerlinKontor.—Der internationale Finanzdienstleister ALLIANZ , einer der größten Vermögensverwalter der Welt, hat mit Blick auf die Kapitalkrise in Griechenland einen Rettungsplan vorgelegt. Die deutsche Bundesregierung hatte nachdrücklich gefordert, dass auch private Investoren einbezogen werden sollten/müssten. Der ALLIANZ-Konzern mit Versicherungs-, Bank- und Asset-Management-Produkten ist nach eigenen Angaben in  fast allen europäischen Ländern operativ tätig; Deutschland, Italien und Frankreich sind die wichtigsten Einzelmärkte, aber auch in den USA, in Mittel- und Osteuropa sowie im asiatisch-pazifischen Raum ist die ALLIANZ engagiert.

ALLIANZ-Chef Michael DIEKMANN und Finanzvorstand Paul ACHLEITNER  haben eine  “Public Private Partnership – PPP” vorgeschlagen, berichtet das HANDELSBLATT (18.07.). Nach dem Allianz-Plan sollten Privatwirtschaft und Öffentliche Hand  “gemeinsam etwas tun, was den Krisenherd in Griechenland eindämmt und Ansteckungsgefahren bannt”, so Diekmann im Handelsblatt. Es reiche nicht aus, die Liquidität Griechenlands aufrechtzuerhalten.

Unter Public Private Partnership (PPP) versteht man die Mobilisierung auch privaten Kapitals zur Erfüllung staatlicher Aufgaben.
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Die ALLIANZ schlägt laut Handelsblatt einen abgesicherten Schuldenschnitt vor. Dem Plan zufolge handelt es sich um ein “freiwilliges Umtauschangebot für griechische Staatsanleihen”. Dabei sollen private Investoren ihre Anleihen in neue Papiere mit einer längeren Laufzeit tauschen und auf 25 % des Nominalwertes verzichten. Griechenland könnte Schulden um  rund € 20 Milliarden minimieren.

EU-Ratspräsident Herman VAN ROMPUY rief für den 21. Juli einen EU-Sondergipfel nach Brüssel ein.  Inzwischen liegen mehrere Vorschläge für die  “Rettung” Griechenlands vor.

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) will nur nach Brüssel reisen, wenn sich konkrete Lösungsvorschläge abzeichnen.  Der EURO sei  nicht gefährdet, betonte Merkel in einem ARD-Interview. Er sei auch nicht  “in der Krise”.  Es gehe vielmehr um eine Schuldenkrise einzelner Staaten und um Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder, so die Kanzlerin. “Wir arbeiten dafür, dass der EURO eine stabile Währung ist”, versicherte Merkel. (Handelsblatt/allianz.com/Wikipedia/ARD)

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