Alleingang Israels gegen Iran befürchtet

GiNN-BerlinKontor.—Aus Washington D.C. und aus Jerusalem wurde berichtet, Israel bereite einen “Überraschungsangriff” auf die Atomanlagen im Iran vor. “Airstrikes against Iranian nuclear sites” könnten bereits zwischen April und Juni 2012 erfolgen. Israelische und andere Geheimndienste sollen von festungsähnlichen Bergbunkern berichtet haben, wo die Iraner angeblich den Bau von nuklearen Waffen vorbereiten. Israels Verteidigungsminister Ehud BARAK wird mit den Worten zitiert,  “die  Zeit läuft aus” und “Later is to late” – “später ist zu spät”. Wenn es Teheran gelinge, die Urananreichung erfolgreich abzuschliessen,dürfte es weitaus  schwieriger sein, einzugreifen,  warnte Barak. Es würde “viel komplizierter, viel gefährlicher und viel kostspieliger” mit einem “nuclar Iran” zu verhandeln, als das Regime jetzt zu stoppen.

Auch die US-Regierung schließt einen Präventivschlag der israelischen Luftwaffe “im Frühjahr” nicht aus.  Der deutsche Verteidigungsminister Thomas DE MAIZIERE warnte vor einer israelischen Militäraktion gegen  iranische Atomanlagen. Deutschland nehme die Sorgen um das Nuklearprogramm der Iranischen Islamischen Republik sehr ernst, sagte er in DIE WELT und warnte Israel vor “Abenteuern”, Man solle vielmehr die Politik der Abschreckung und der Sanktionen fortsetzen, um das iranische Regime zur Umkehr zu veranlassen.

US-Verteidigungsminister Leon E. PANETTA  bestätigte die Vermutumg, dass Israel zunächst ohne US-Unterstützung – also allein – losschlagen könnte (“may act unilaterally”). Panetta schickte den US-Generalstabschef (Chairman of the Joint Chiefs of Staff) General Martin E. DEMPSEY nach Jerusalem. The White House befüchtet, dass ein massiver Schlag gegen die iranischen Anlagen sofort  einen Vergeltungsschlag auslösen würde, der nicht nur den jüdischen Staat (so groß wie das Bundesland Hessen) hart treffen würde. So würde “mit Sicherheit” die Ölstraße von Hormus gesperrt werden.  Verteidigungsminister Panetta sagte in der Sendung CBS-”6O Minutes”, für Amerilka sei es selbstverständlich, dass es im Falle eines “Israeli strike” notwendig würde, die US-Streitkräfte zu schützen  – “to protect our forces.”

Der britische stellvertrende Premierminister Nick CLEGG sagte im HOUSE MAGAZINE, auch er sei sehr besorgt, dass es einen militärischen “Konflikt” geben könnte, wenn Israel entscheiden würde, die Verteidigung des Landes “in eigene Hände zu legen”. Es gebe sehr wohl andere Mittel, um den Druck auf das Regime im Iran zu verstärken.

Verteidigungsminister Ehud Barak traf Anfang Februar mit dem Außenminister Guido Westerwelle zusammen. Nach Mitteilung des AA lobte Barak ausdrücklich die Haltung Deutschlands gegenüber dem Iran.  „Wir sind sehr dankbar für die deutsche Herangehensweise an den Iran, die auch durch die Intensivierung der Sanktionen gegen das iranische Regime in den vergangenen Wochen zum Ausdruck kam. Wir hoffen, dass diese Position beibehalten wird“, so Barak.

Es fiel auf, dass Israel eine US-israelische Militärübung, die für Mai 2012 geplant war – einseitig absagte, schrieb The Washington Post.  Wegen der Präsidentschaftswahlen in USA könnte eine militärische Operation der Israeli gegen den Iran Präsident Barack H. OBAMA in eine mißliche Lage bringen. Die größte Gefahr: im Falle eines Gegenschlags der Iraner könnten US-Kriegschiffe der 5.US-Flotte angegriffen werden, die im Golf operieren. Dann hätte man den Casus belli. Denn: Aufgrund eines  60 Jahre alten “Beistandpaktes” müßten die Vereinigten Staaten eingreifen, wenn zum Beispiel israelische Truppen und Städte angegriffen würden.

Und Deutschland?  Israels Verteidigungsminister Barak sagte Außenminister Weterwelle in Jerusalem: „Israel und Deutschland haben eine besondere Geschichte, die sowohl durch die Erinnerung an die Vergangenheit als auch in Hinblick auf die Zukunft geformt wird.“ Barak fügte hinzu, auch bei der Stärkung von Israels Sicherheit käme Deutschland eine „einzigartige Rolle“ zu.   (zitiert aus “Jerusalem Post”- 02.02.12)  (Quellen: TIP/ Botschaft Israel/ WP, Jerusalem Post)

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