Ägyptens Suez-Kanal

GiNN-BerlinKontor.-–Ägypten – das Kernland der arabischen Welt – hat wegen des Suez-Kanals für den Welthandel eine hohe strategische Bedeutung. Die Wasserstraße, die das Rote Meer und das Mittelmeer verbindet, gilt das “Rennstrecke des Welthandels zwischen Europa und Asien”. Über 20 000 Schiffe – die meisten Containerschiffe – passieren jährlich den 193 Kilometer langen Kanal. “Suez” ist eine der meistbefahrenen Seestraßen. Ohne diese Abkürzung zwischen Asien und Europa müssten die Schiffe den gesamten afrikanischen Kontinent umfahren.

Der Suez-Kanal kann nur in eine Richtung befahren werden. Sie werden durch das Kontrollzentrum in Ismailia und weiteren Checkpoints kontrolliert. Würde diese Seepassage unter die Kontrolle zum Beispiel islamischer Fundamentalisten geraten und die Kanal-Kontrollpunkte eingenommen würden, könnten sie den Betrieb zum Stillstand bringen, ihn also schließen.

Dies geschah zum Beispiel als Israel im “Sechstagekrieg” 1967 das Ostufer des Kanals eroberten und den Kanal für die Schifffahrt schloss. Er bildete damals die Grenze zwischen Ägypten und Israel. Im Jom-Kippur-Krieg wurde der Kanal im Oktober 1973 von ägyptischen Truppen zurückerobert. Den Israelis gelang jedoch in einem Gegenangriff ein Brückenschlag über den Kanal. Israel setze sich am Südwestufer fest, Ägypten am Ostufer. Nachdem die ägyptischen Truppen dort eingeschlossen wurden, kam es zu einem Waffenstillstand. Der Suez-Kanal kam danach unter ägyptische Kontrolle und wurde im Juni 1975 wieder für die Schifffahrt geöffnet.

2011/12 schickte das Regime in Teheran mehrere Kriegschiffe durch den Kanal. Israel bezeichnete diese “Provokation” als Versuch des Iran, “seinen Einfluss in der Region auszuweiten“

Lord Georg Weifenfeld schrieb in der BILD am SONNTAG (18.08.) : “Mit Fanatikern kann man nur schwer verhandeln. Mohammed MURSI wollte aus Ägypten auf undemokratische Weise einen islamischen . Gottesstaat machen. Wenn die Muslimbrüder in Ägypten die Oberhand gewinnnen, dann wird es ein militärisches Eingreifen durch die Weltgemeinschaft unvermeidlich. Alles andere wäre ein fatales Signal an gewaltbereite Islamisten und Terror-Organisationen wie al-Qaida und Hamas.Dann droht ein Flächenbrand.”

Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE  (FDP) hat die Ausschreitungen in Ägypten als “Niederlage der internationalen Diplomatie” bezeichnet. “Es ist uns nicht gelungen, ein solches Blutbad zu verhindern”, sagte er im ZDF heute journal. “Das wird Konsequenzen haben”, so der deutsche Außenminister.

In einem Telefongespräch mit Ägyptens  amtierenden Außenminister, Nabil FAHMY,  am 17.08. appellierte Westerwelle an die ägyptische Regierung, den Weg zu einer politischen Lösung nicht zu verbauen und einen Dialog mit allen politischen Kräften wiederaufzunehmen. (Eig.Ber./BamS/ AA/ZDF/Info-Israel)

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