Afghanistan-Kommandeur McChrystal in Berlin

GiNN-BerlinKontor.—US-General Stanley McCHRYSTAL (55), Oberfehlshaber der US- und NATO-Streitrkräfte in Afghanistan,  ist am 21. April in Berlin eingetroffen, wo er mit Bundesverteidigungsminister Karl Theodor ZU GUTTENBERG (CSU), Beamten des Bundeskanzleramtes sowie mit  Bundestagsabgeordneten im deutschen Verteidigungsausschusses die neue Afghanistan-Strategie besprechen will. Der General will mit den ihm unterstellten Truppen künftig  “gezielter gegen die Taliban vorgehen” und den Schutz der Zivilbevölkerung verstärken. Die NATO-Verbände sollen dabei einen stärkeren Beitrag leisten.  General McChrystal  (“Die deutschen Soldaten machen in Afghanistan einen hervorragenden Job.”) legte gemeinsam mit zu Guttenberg am Ehrenmal der Bundeswehr-Gefallenen  im deutschen Verteidigungsministerium  Kränze  nieder.

Amerika wird zusätzlich rund 5000 Soldaten und 70 Hubschrauber in den Kundus entsenden, wo die deutschen ISAF-Soldaten stationiert sind. General McChrystal, der seine  Karriere als Fallschirmspringer bei der 82sten Luftlandebrigade in Fort Bragg begann, setzt auf  “Präzision und Disziplin”.  Eine Niederlage in Afghanistan kann er sich nur vorstellen,  “wenn die Afghanen das Vertrauen an eine bessere Zukunft verlieren und den Glauben daran, dass wir ihnen dabei helfen können, diese zu erreichen. Wenn sie daran nicht mehr glauben, dann können wir nicht gewinnen. Aber wir werden siegen”, so McChrystal.

Am Tag der Ankunft des Oberkommandierenden In Afghanistan wurde bekannt, dass der deutsche Brigadegeneral Josef BLOTZ  neuer Sprecher des ISAF-Kommandeurs wird. Blotz war bisher Kommandeur der Infanterieschule in Hammelburg. Er löst den kanadischen Brigadegeneral Eric TREMBLAY ab.  Blotz: “Ich bin von der Notwendigkeit unseres Einsatzes in Afghanistan, an dem Streitkräfte aus 45 Ländern teilnehmen, fest überzeugt und halte den konzeptionellen Ansatz für die Lösung der Probleme für richtig.  Jetzt möchte ich mitarbeiten an einem erfolgreichen weiteren Stabilisierungs- und Aufbauwerk.”

Der deutsche General glaubt, dass nach der Londoner Konferenz Ende Januar 2010  in Afghanistan  “wesentliche Schlüsselelemente besser zur Entfaltung gebracht wurden” , nämlich eine “geschärfte strategische Eindeutigkeit und Entschlossenheit aller Nationen, zusätzliche militärische, politische und finanzielle Beiträge vieler Nationen und die Überzeugung, dass es um den Schutz und die Überzeugung der afghanischen Bevölkerung vom richtigen gemeinsamen Weg geht.” Denn nur so sei jetzt ein Fortschritt zu erzielen. Das spürt man – trotz der offenkundigen Schwierigkeiten und auch Rückschläge”, so Brigadegeneral Blotz.

Hinzu käme eine  “zufriedenstellende Entwicklung”  bei der Aufstellung und Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte, die zum großen Teil auch durch die Bundeswehr geleistet werde. Blotz: ” Wir werden am Ende erfolgreich sein, wenn es gelingt, mit den Afghanen gemeinsam realistische Ziele zu formulieren und die notwendige Initiative zu gewinnen – nicht nur auf militärischem Gebiet.

Der neue Kommunikationsdirektor an der afghanischen Front  hofft, dass es ihmn gelingt, “über die Medien zu differenzierter Information und zu mehr Hintergrundwissen über den gesamten Friedensprozess in Afghanistan beitragen zu können.” Ohne dies sei eine  “ausgewogene und verantwortungsvolle Diskussion über diese gewaltige Anstrengung der internationalen Gemeinschaft” nicht möglich.

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