Adenauer-Stiftung: “Fehlprognosen zum Irak-Krieg”

bti-o/Berlin.–Die Konrad-Adenauer-Stiftung wirft in einem Arbeitspapier Politikern von SPD und Grünen, Journalisten und selbsternannten Experten gravierende Fehlprognosen während des Irak-Krieges vor. S seien viele düstere Vorhersagen über den Kriegsverlauf nicht eingetroffen, heißt es in der Studie.

So habe SPD-Generalsekretär Olaf Scholz geschätzt, dass der Krieg „vielleicht hunderttausenden unschuldigen Menschen das Leben kostet“. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) dachte der Studie zufolge „an die Millionen Menschen in Bagdad, die Opfer von Bomben und Raketen werden“. Auch Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) habe erwartet, dass „hunderttausende von unschuldigen Menschen, Zivilisten, Kinder, Frauen“ Opfer der Kampfhandlungen werden und mit zwei bis drei Millionen Flüchtlingen gerechnet. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sei davon ausgegangen, dass der Krieg „Tausenden von unschuldigen Kindern, Frauen und Männern den sicheren Tod bringen wird“.

Es bestehe kein Zweifel daran, dass im Irak-Krieg „zu viele Menschen ums Leben kamen“, schreiben die Autoren Markus Bodler und Karl-Heinz Kamp weiter. Allerdings liege ihre Zahl weit unter den Befürchtungen, die vor und während der Kämpfe geäußert wurden, „selbst wenn es nach wie vor keine zuverlässigen Schätzungen über die Opfer auf irakischer Seite gibt“.

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