9,2 % höhere Erlöse bei Strom-Versorgern

Global iNet News/BerlinKontor.–Anlässlich der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland vor 40 Jahren ist Bundespräsident Horst KÖHLER zu einem Staatsbesuch in Israel eingetroffen. Köhler wird am ersten Tag seines Besuchs mit dem israelischen Staatspräsidenten Mosche KATZAV zusammentreffen und das Holocaust-Museum “Jad Vaschem” besuchen. Katzav wird Ende Mai zu einem Gegenbesuch nach Deutschland kommen.

Der Bundespräsident zeigte sich nach einem Gespräch mit dem israelischen Präsidenten Mosche Katzav über Fortschritte im Nahost-Friedensprozess erfreut. Katzav habe von einer “goldenen Möglichkeit, zum Frieden zu kommen” gesprochen, sagte Köhler vor der Presse in Jerusalem. Er trat dafür ein, dass die internationale Gemeinschaft alles daransetze, diesen Prozess zu unterstützen und sagte Deutschlands Beteiligung zu.

Katzav äußerte sich im Gespräch mit Köhler besorgt wegen der Nazi-Ausfälle Sachsens Landtag, bekundete jedoch sein Vertrauen in die deutsche Demokratie, Rechtsextremismus und Antisemitismus zu bekämpfen. Köhler erwiderte, dies werde mit allen Mitteln geschehen, vor allem in der politischen Auseinandersetzung.

Beide Präsidenten traten dafür ein, dass die Anschlusskonferenz an die Berliner Antisemitismus-Tagung der OSZE im Cordóba/Spanien zu konkreten Maßnahmen gegen Antisemitismus in Europa führen solle.
Der Präsident Israel nannte Deutschland “einen guten Freund”.

Am 02.02. wird der Bundespräsident vor der Knesset in Jerusalem in deutscher Sprache eine Rede halten. Dagegen gab es zunächst Proteste. Der israelische Botschafter in Deutschland, Schimon STEIN, verteidigte Köhlers geplante Rede auf Deutsch. “Das ist die Sprache der Deutschen. Der Bundespräsident, der Deutschland im Ausland vertritt, wird auch in Israel in seiner Sprache sprechen.”

Stein bat gleichzeitig die Deutschen um Verständnis, dass manche Israelis, “manche Juden es nicht als selbstverständlich hinnehmen, wenn 60 Jahre nach der Schoah in der Sprache der Täter im israelischen Parlament gesprochen werde”. Aber jeder sollte es auch respektieren, wenn der deutsche Bundespräsident im Ausland in seiner Muttersprache sein Land vertrete, sagte Stein gegenüber der “Leipziger Volkszeitung”.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel wurden offiziell am 12. Mai 1965 aufgenommen. Am gleichen Tag brach die Regierung des Iraks seine Beziehungen zu Bonn ab. Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien und Kuwait schlossen sich an. Auch Marokko, Tunesien und Libyen zogen ihre Botschafter aus Deutschland zurück.

Die arabischen Staaten drohten damals mit der diplomatischen Anerkennung der DDR. Dennoch trat der Diplomat Rolf PAULS seinen Dienst als erster deutscher Botschafter in Israel an, sein Amtskollege Asher BEN NATHAN kam als erster israelischer Missionschef nach Bonn.
Pauls wurde 1965 in Tel Aviv mit einem Steinhagel empfangen.

Rolf Pauls, ein mit dem Ritterkreuz ausgezeichneter ehemaliger Wehrmachts-Major, hatte im Krieg einen Arm verloren. Aber Rolf Pauls strafte alle Vorurteile Lügen: Er verstand es mit großem Geschick und Einfühlungsvermögen, die zunächst feindselige Stimmung, die ihm 1965 bei seiner Ankunft in Form von Stein- und Flaschenwürfen entgegengeschlagen war, in Sympathie und Hochachtung zu verwandeln. Avi PRIMOR, später Israels Botschafter in Bonn, sagte dazu: “Rolf Pauls war der Mann, von dem man später sagte, er sei mit Steinen empfangen und mit Rosen verabschiedet worden.”

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9,2 % höhere Erlöse bei Strom-Versorgern

Global iNet News/BerlinKontor.– Im Jahr 2003 sind, wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, die Durchschnittserlöse der Strom-Versorger gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, lag der vorläufige Durchschnittserlös aus der Abgabe von Strom an Letztverbraucher im Jahr 2003 bei 8,78 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das waren 9,2 % mehr als im Vorjahr, aber 6,7 % weniger als 1991.

Den niedrigsten Durchschnitts­erlös dieses Beobachtungs-Zeitraumes erzielten die Elektrizitätsversorgungsunter­nehmen im Jahr 2000 mit 7,43 Cent/kWh.

Die Sondervertragskunden in Industrie und Gewerbe – sowie seit Beginn der Liberalisierung im Jahr 1998 in geringem Umfang auch private Haushalte mit ent­sprechend hohem Stromverbrauch – zahlten 2003 im Schnitt mit 6,28 Cent/kWh 11% mehr als im Vorjahr, aber 19% weniger als 1991.

Bei den Tarifkunden erlösten die Versorger 2003 mit 13,61 Cent/kWh im Schnitt einen wesentlich höheren Betrag als bei den Sondervertragskunden. Dieser Durchschnittserlös lag damit um 8 % höher als 2002 und um 15 % höher als 1991.

Insgesamt gaben die Versorger im Jahr 2003 an Letztverbraucher 483,3 Milliarden kWh Strom ab, 0,3% mehr als im Vorjahr und 16 % mehr als 1991. Die privaten Haushalte hatten mit 138,5 Mrd. kWh einen Anteil von 29% am Gesamtabsatz und stellten mit 84% die größte Gruppe unter den Tarifkunden. Hauptabnehmer von Strom waren jedoch die Sondervertragskunden mit 318,5 Mrd. kWh, das waren zwei Drittel der Gesamtabgabe an Letztverbraucher.

In den Erlösen sind neben Arbeits-, Leistungs- und Verrechnungsentgelten auch Netz­nutzungsentgelte, Stromsteuer sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz enthalten, jedoch nicht die Mehrwertsteuer und rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen. Die Erlöse beschreiben entsprechend nur die Einnahmeseite der Stromversorger und dürfen nicht mit deren Gewinn gleichgesetzt werden.

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