6,2 Millionen Ausländer

GiNN-BerlinKontor.—Von den knapp 6,2 Millionen Ausländern in Deutschland stellten Türken mit 1,5 Millionen (24,4 %) die größte Gruppe dar, gefolgt von knapp 490 000 (7,9 %) Italienern. (Zensusstichtag 9. Mai 2011). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrug die Anzahl der Einwohner mit polnischer Staatsangehörigkeit rund 380 000 (6,2 %), mit griechischer Staatsangehörigkeit gut 250 000 (4,1 %) und mit kroatischer Staatsangehörigkeit knapp 210 000 (3,4 %). Diese Ergebnisse stützen sich i auf die Angaben aus den statistisch bereinigten Melderegistern.

Die Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung unterscheidet sich in den Bundesländern deutlich. Während die meisten Türken am 9. Mai 2011 in Nordrhein-Westfalen lebten (knapp 510 000), war ihr Anteil an der gesamten Bevölkerung in Bremen mit 3,7 % am höchsten. Die meisten Italiener wohnten dagegen in Baden-Württemberg (155 000), den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung hatten sie allerdings mit 1,6 % im Saarland. Die meisten Einwohner mit polnischer Staatsangehörigkeit gab es in Nordrhein-Westfalen (fast 100 000), während sie den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung in Hamburg mit 1,1 % stellten. Die meisten Griechen lebten in Nordrhein-Westfalen (76 000) und Baden-Württemberg (63 000), die meisten Kroaten in Baden-Württemberg (etwa 70 000).

Knapp 4,3 Millionen Personen besaßen laut Melderegistereintrag außer der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit, wobei 690 000 die polnische, 570 000 die russische und 530 000 die türkische Staatsangehörigkeit hatten. Der Anteil der Personen, die neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit hatten, betrug im Durchschnitt in den alten Bundesländern einschließlich Berlin 6,1 %, in den neuen Bundesländern hingegen 0,8 %.

In den alten Bundesländern (einschließlich Berlin) wies Bremen den höchsten Anteil dieser Bevölkerungsgruppe an der Gesamtbevölkerung auf (8,5 %) und Schleswig-Holstein den niedrigsten (3,2 %). In den neuen Bundesländern wurde für Sachsen der höchste Anteilswert (1,0 %) festgestellt und für Thüringen der niedrigste (0,6 %). (Quelle: Destatis)

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