4,3 % mehr Lohn für Metaller

GiNN-BerlinKontor.–-Die  Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erhalten 4,3 % mehr Geld. Die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall verständigten sich im württembergischen Sindelfingen auf einen Tarifvertrag, der 13 Monate bis Ende April 2013 laufen soll.  IG-Metall-Chef Berthold HUBER empfahl die Übernahme des Vertrags durch alle Tarifbezirke mit den insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten. Huber sprach von einem guten Kompromiss für beide Seiten.

Berthold HUBER, Erster Vorsitzender der IG Metall,:”Wir haben einen Forderungsdreiklang aufgestellt, um die Herausforderungen einer modernen Arbeitswelt bewältigen zu können.” In allen Punkten sei die IG Metall vorangekommen. Huber bedankte sich ausdrücklich bei den Teilnehmern der Warnstreiks und Aktionen: Die Mitglieder der IG Metall hätten ein “ein machtvolles Zeichen gesetzt”, so Huber. Das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz der Mitglieder hätten sich gelohnt.

Auch der Vorstand des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall empfahl die Übernahme des in Sindelfingen vereinbarten Tarifvertrags. „Der Vertrag bedeutet für unsere Mitarbeiter ein kräftiges Reallohn-Plus. Er sichert den Betrieben die notwendige Flexibilität und gibt zugleich den Jugendlichen mehr Sicherheit und den Zeitarbeitern bessere Perspektiven. Das war eine schwierige Gratwanderung, bei der wir manchmal nur in Trippelschritten vorankamen. Am Ende aber haben wir Fehltritte vermieden und gemeinsam unser Ziel erreicht“, erklärte Gesamtmetall-Präsident Martin KANNEGIESSER.

Vor allem bei der Zeitarbeit sei ein schwieriger Spagat gelungen, so Kannegiesser: „In den ersten zwei Jahren kann weiterhin jeder Betrieb selbst entscheiden, ob und wie er Zeitarbeitnehmer einsetzen möchte.“ Damit bleibe die betriebliche Handlungsfreiheit auch künftig erhalten. Umgekehrt erhielten Zeitarbeitnehmer, die länger als 24 Monate beim gleichen Kunden tätig seien, von diesem künftig ein Übernahmeangebot.

„Nimmt man noch die absehbare materielle Besserstellung der Zeitarbeiter durch Branchenzuschläge dazu, über die die IG Metall gerade mit den Arbeitgebern der Zeitarbeit verhandelt, muss mit diesem Gesamtpaket die Debatte über Zeitarbeit endgültig befriedet sein – nicht nur zwischen den Tarifparteien, sondern auch auf der politischen Ebene“, forderte Kannegiesser. (Quellen:ig-metall/gesamtmetall.)

Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) hatte zuvor im FOCUS erklärt:” Es ist in Ordnung, wenn bei uns die Löhne aktuell stärker steigen als in allen anderen Ländern der Europäischen Union.”  Deutschland könne sich höhere Tarifabschlüsse besser leisten als andere Staaten. Die deutschen Lohnsteigerungen “tragen auch zum Abbau von Ungleichgewichten innerhalb Europas innerhalb Europas bei”, so der CDU-Politiker.

 

 

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