Tradition der Bundeswehr

GiNN-BerlinKontor.–Verteidigungsministerin Ursula VON DER LEYEN (CDU) hat am 28.03.2018 einen neuen Traditionserlass der Bundeswehr vorgestellt. Er trägt den Titel: Die Tradition der Bundeswehr. Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege.

Der neue knüpft an den bisherigen Erlass an, der aus dem Jahre 1982 stammt. Es geht nicht um eine radikale Neufassung, sondern um eine Weiterentwicklung, so das Bundesverteidigungsministerium in Berlin.

Die Tradition der Bundeswehr ist der Kern ihrer Erinnerungskultur. Sie ist die bewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in gewachsenen Ausdrucksformen. Tradition ist damit Bestandteil des werteorientierten Selbstverständnisses der Bundeswehr mit ihren militärischen und zivilen Anteilen.

Der neue Erlass zieht klare Grenzen zur Wehrmacht, klare Trennlinien zu nicht traditionswürdigen Kapiteln, Ereignissen und Personen der deutschen Geschichte. Die Wehrmacht als Institution kann daher als Waffenträger des Nationalsozialismus-Regimes auch weiterhin nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr sein:

Der verbrecherische NS-Staat kann Tradition nicht begründen. Für die Streitkräfte eines demokratischen Rechtsstaates ist die Wehrmacht als Institution nicht traditionswürdig.

Weiter heißt es: “Grundsätzlich ist das Selbstverständnis der Bundeswehr streng gebunden an die Werte und Normen des Grundgesetzes: Grundlage sowie Maßstab für das Traditionsverständnis der Bundeswehr und für ihre Traditionspflege sind neben den der Bundeswehr übertragenen Aufgaben und Pflichten vor allem die Werte und Normen des Grundgesetzes. Zu ihnen zählen insbesondere die Achtung der Menschenwürde, die Wahrung von Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht, der Ausschluss jeder Gewalt- und Willkürherrschaft sowie die Verpflichtung auf Freiheit und Frieden.(Quelle: bmvg.de)

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