Israel: Gabriel “instinktlos”

GiNN-BerlinKontor.—Israels Regierungschef Benjamin NETANJAHU hat den deutschen Außenminister Sigmar GABRIEL “Instinktlosigkeit” vorgeworfen. Netanjahu, der auch Außenminister seines Landes ist, hatte ein geplantes Treffen mit Gabriel abgesagt, weil dieser bei seinem Israel-Besuch auch mit regierungskritischen Gruppen zusammengekommen war. Der BILD-Zeitung sagte Netanjahu unter Hinweis darauf, dass dieses Treffen kurz nach dem Holocaust-Gedenktag in Israel stattfand. “Ich finde, es war äußerst instinktlos, zu diesem Zeitpunkt ein solches Treffen stattfinden zu lassen. An diesen Tagen trauern wir um die im Holocaust ermordeten Angehörigen unseres Volkes und um unsere gefallenen Soldaten Mein Grundsatz ist ganz einfach: Ich empfange keine Diplomaten anderer Länder, die Israel besuchen und sich dabei mit Organisationen treffen, die unsere Soldaten Kriegsverbrecher nennen.”

Gabriel hatte am 25.04. mit Repräsentanten der Gruppen Breaking the Silence (Das Schweigen brechen) und Betselem gesprochen. Beide kritisieren Israels Siedlungspolitik in den besetzten Palästinensergebieten.

Netanjahu in BILD: “Breaking the Silence ist keine Menschenrechtsorganisation. Ihr geht es darum, israelische Soldaten zu kriminalisieren. In einer Presseerklärung hieß es: „Man stelle sich einmal vor, ausländische Diplomaten würden sich bei Besuchen in den USA oder Großbritannien mit NGOs treffen, die amerikanische die amerikanische oder britische Soldaten als Kriegsverbrecher bezeichnen. Die Staats- und Regierungschefs dieser Länder würden dies sicherlich nicht akzeptieren.” Er fügte jedoch hinzu: “Unsere Beziehungen zu Deutschland sind sehr wichtig und werden davon nicht berührt.”

Netanjahu weiter: “Kanzlerin Merkel ist eine wahre Freundin Israels und wird es auch bleiben. Sie versteht Israels Sicherheitsbedenken und hat unsere Erforde rnisse stets verstanden und unterstützt. Sie versteht, dass Israel ein natürlicher Verbündeter Deutschlands ist und dass unsere beiden Nationen von der Zusammenarbeit profitieren.” (Quellen:BILD/Amt des Premierministers)

 

“Imagine if foreign diplomats visiting the United States or Britain met with NGOs that call American or British soldiers war criminals. Leaders of those countries would surely not accept this.

Prime Minister Netanyahu’s policy is not to meet foreign visitors who, on diplomatic trips to Israel, meet with groups that slander IDF soldiers as war criminals.

Diplomats are welcome to meet with representatives of civil society but Prime Minister Netanyahu will not meet with those who lend legitimacy to organizations that call for the criminalization of Israeli soldiers.

Our relations with Germany are very important and they will not be affected by this.” (Quelle:Amt des Premierministers)

 

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