Kriegsverbrechen in Syrien

GiNN-BerlinKontor.–Das Verteidigungsministerium in Moskau hat am 20. September eine Teilnahme der in Syrien kämpfenden russischen Luftwaffe an der Bombardierung des UN-Konvois mit Hilfslieferungen für die syrische Zivilbevöllkerung in Aleppo und Orum al Kubra dementiert. Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministerium erklärte in Moskau, “weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte” hätten Schläge auf den UN-Hilfskonvoi im Südwesten der syrischen Provinz Aleppo geflogen. Die USA machten “Russland oder Syrien” für den Angriff verantwortlich.

Die russische Seite habe die weiteren Bewegungen des Konvois nicht verfolgt. Informationen zu dem Standort der Wagenkolonne seien ”nur den Kämpfern bekannt, die diese Gebiete unter ihrer Kontrolle halten”, so das Verteidigungsministerium in Moskau. Das russische “Zentrum für Versöhnung in Syrien” habe “angesichts der Tatsache, dass der Konvoi durch die von Terroristen kontrollierten Territorien fuhr, ihn jedoch mit Drohnen begleitet.”

SputnikNews verbreitete das Dementi des Kreml in einer Eilmeldung. Russische Streitkräfte unterstützen das Baschar al-Assad-Regimes.  Die Vereinten Nationen (UN) stellten die Hilfslieferung nach Syrien “vorübergehend” ein.

Aus Aleppo wurde  berichtet, die Angriffe seien von Maschinen der syrischen und der russischen Luftwaffe ausgeführt worden. Es seien “mindestens 20 freiwillige Fahrer und Helfer sowie und Mitarbeiter des syrischen Roten Halbmonds” getötet worden. Die 31 Lastwagen mit Hilfsgütern  sollen von Mitgliedern des Syrian Arab Red Crescent begleitet worden sein.

Stepen O’Brien, UN-Koordinator für Humanitarian Affairs and Emergency Relief, sprach von einem “Kriegsverbrechen” und einer “Verletzung der internationalen Menschenrechtsnormen” (“A violation of international humanitarian and human rights law.”). Die für diese Barbarei Verantwortlichen sollten wissen, dass sie dieses Verbrechen “eines Tages zur Verantwortuung gezogen würden” (“The perpetrators should know that they will one day be held accountable for violations of international humanitarian and human rights law.”)

Das US-Außenministerium verurteilte scharf diesen “ungeheuerlichen Angriff”. Damaskus und Moskau seien über den Transportgüter informiert gewesen. John F. KIRBY, der Sprecher des State Department:”The convoy’s movements had been known.”

Es bleibe wichtig, dass die Russen endlich den syrischen Machthaber “kontrollieren”, sagte US-Außenminister John KERRY vor der Generalversammlung der UNO in New York. Kerry, der mit dem russischen Sergei LAWROW eine siebentägige Feuereinstellung in Syrien durchgesetzt hatte, will mit Lawrow weiter verhandeln.

Der russische TV-Sender RUSSIA TODAY (RT) meldete am 20.09.:: “Sergei Lawrow und John Kerry verhandeln derzeit im Vorfeld der Sitzung der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens in New York hinter verschlossenen Türen über die Befolgung des Waffenstillstands in Syrien und dem Beschuss des humanitären Konvois in der Provinz Aleppo.”

Die Feuereinstellung hatte am 12. September begonnen und wurde vom Oberkommando der Syrischen Streitkräfte am 19.09. aufgehoben: “The US-Russian ceasefire deal started since September 12th is over.” Unmittelbar danach griffen die Syrer wieder an und bombardierten – nach US-Meinung “wahllos” – Ziele, wo sie “Terroristen” vermuteten – auch – so Kerry – “humanitarian convoys”. (Quellen:sputniknews/state gov/RT/CNN/unocha.org)

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