Skopje:”Deutschland hat versagt”

GiNN-BerlinKontor.—-Der Staatspräsident der Republik Mazedonien,Gjorge IVANOV, sagte der BILD-ZEITUNG (11.03.), Deutschland habe in der Flüchtlingskrise in der Frage der Humanität sehr gut gehandelt, aber beim Thema Sicherheit “völlig versagt”. Er habe “verstanden, dass wir Europa egal sind”, so Ivanov. Mazedonien – seit 2005 EU-Beitrittskandidat – “schütze Europa vor dem EU-Land Griechenland, das Flüchtlinge einfach weitergeschickt” habe. Athen habe schon wieder € 700 Millionen von der EU bekommen, für Mazedonien gebe es jedoch “keinen Cent”.

Der Präsident des Westbalkanlandes, das unter dem Namen “ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien” Mitglied der Vereinten Nationen ist, beklagte in dem BILD-Interview, Skopje habe Informationen über mutmaßliche Dschihadisten und diese Erkenntnisse mit Deutschland und Europa austauschen wollen. “Aber keiner wollte unsere Daten. Man hat uns gesagt, ihr seid ein Drittland, wir dürfen die Daten nicht austauschen.” Ivanov: “Berlin hat derzeit nicht den Mut zu sagen, was da noch alles kommen kann. Allein zwischen dem Sudan und Ägypten warten 20 Millionen Migranten, die nach Europa wollen”, behauptet Ivanov.

Er warnte: “Einige sogenannte Flüchtlinge reisen mit falschen Identitäten durch ganz Europa, und Griechenland gibt ihnen einfach die Stempel zur Weiterreise. Wir müssen davon ausgehen, dass viele, die mit diesen Papieren unterwegs waren, als radikale Kämpfer auf der Flüchtlingsroute einreisen wollten.”

Ivanov legten den BILD-Redakteuren gefälschte syrische, irakische und afghanische Pässe von Flüchtlingen vor und sagte: Der Flüchtlingsstrom wird nicht enden. Durch Twitter und Facebook wissen alle über alles genau Bescheid. Und was macht Europa? Die brauchen ja alleine sechs Monate, um einen Gipfel zu organisieren. Währenddessen sind aber schon eine Million neue Migranten da. Und was Deutschland angeht: Wie kann es sein, dass in Ihrem Land einfach so 130000 Flüchtlinge verschwunden sind? Wir müssen uns ändern. Radikal”, so Mazedoniens  Präsident “wütend und verdammt sauer” (BILD).

Auch Mazedonien hat nun seine Grenzen für Flüchtlinge – wie Österreich und die Länder nördlich von Griechenland – geschlossen. Das Land grenzt im Norden an Serbien, im Nordwesten an Kosovo, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland und im Westen an Albanien.

Mazedoniens Verteidigungsminister Zoran JOLEVSKI hofft “nach den Maßnahmen seiner Regierung zur Eindämmung der Flüchtlingsströme nach Nord-Europa auf eine rasche Mitgliedschaft in der NATO.” (Quelle: Bild)

In Brüssel wies die EU-Kommission die Klagen des mazedonischen Präsidenten zurück. Die EU habe Mazedonien  seit 2007 mit ca. €  900 Millionen  unterstützt. Das Geld sei auch für  Asyl und Grenzschutz gezahlt worden.(europe.eu)

 

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