Steinmeier in New Delhi

GiNN-BerlinKontor.—Bundesaußenminister Frank-Walter STEINMEIER (SPD) ist zu politischen Gesprächen in Neu-Delhi eingetroffen, wo er mit Indiens Premierminister Narendra MODI und mit Außenministerin Sushma SWARAJ zusammentraf. Modi ist seit Mai 2014 im Amt. Der Minister will sich vor Ort über deutsche Investitionen in Indien und über die Beteiligung deutscher Unternehmen am U-Bahnbau in Neu-Delhi informieren.

Steinmeier besucht zudem ein Kulturerhaltprojekt mit deutscher Beteiligung im muslimischen Viertel der indischen Hauptstadt. Er wird von Vertretern dreier Bundestagsfraktionen, von einer Wirtschaftsdelegation und von Kulturschaffenden begleitet.

Der deutsche Außenminister erklärte vor Journalisten in New Delhi,  er wolle in Indien “Sorge dafür tragen, dass wir möglichst frühzeitig mit der neuen indischen Regierung in Kontakt kommen. Deshalb habe ich mir trotz Krisen und trotz täglichen Krisenmanagements die zwei Tage Zeit genommen, um hier in Indien Gespräche zu führen mit Wissenschaftlern, Künstlern, mit Journalisten und Wirtschaftsführern, auch um einen möglichst kompletten Eindruck von der gegenwärtigen Situation zu bekommen.”

Steinermeier sagte weiter: “Die gegenwärtige Situation ist eine besondere. Ich habe den neuen Ministerpräsidenten Modi getroffen, der mit großem Ehrgeiz ein Reformwerk anpackt, mit dem er das Land verändern will. Ein Land mit hunderten Millionen von jungen Menschen, die auf Arbeitsplätze und Ausbildung warten und die von dieser Regierung mehr erwarten als sie von den bisherigen Regierungen bekommen haben. Das ist kein einfacher, auch ein riskanter Weg, weil die hohen Erwartungen, die die Menschen, die ganz normalen Menschen, an den Ministerpräsidenten haben, nicht enttäuscht werden dürfen, sonst nimmt das indische Demokratiemodell schaden.

Deshalb war natürlich Hauptgegenstand in diesem Gespräch erstens die Richtung der Veränderung und zweitens die Frage, wie Deutschland und Indien noch enger zusammenarbeiten können, um dieses Land bei seinem anspruchsvollen Entwicklungsprogramm zu helfen. Gesucht wird vor allen Dingen Kooperation und das sehr im Bereich der beruflichen Ausbildung. Man hat hier großen Unterstützungsbedarf beim Ausbau der Infrastruktur bis hin zum Gesundheitssektor. Das sind viele Felder auf denen ich sehe, dass Deutschland und Indien näher zueinander rücken können.

Ganz besonders hat mich natürlich deshalb gefreut, dass wir hier heute in dem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten die offizielle Mitteilung bekommen haben, dass Indien Partnerland der Hannover Industriemesse im nächsten Jahr sein wird. Ich denke, dann werden wir in Deutschland nochmal die ganze Breite des Indiens von heute – seiner Wirtschaft, aber auch seiner Chancen in der Zukunft präsentiert bekommen. Es ist ein ehrgeiziges Land, ein ehrgeiziger Ministerpräsident, und ich freue mich, dass wir darüber ein sehr komplettes Bild heute und gestern bekommen haben.” (Quelle: auswaertiges-amt.de)

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