Chrysler meldet Insolvenz an

GiNN-BerlinKontor.—Der US-Autobauer Chrysler LLC  geht in die Insolvenz und bildet eine Partnerschaft mit dem italienischen Autokonzern FIAT.  Dies teilte US-Präsident Barack OBAMA in Washingtoin D.C. mit.   Einige der Gläubiger hatten den vorgelegten Umschuldungsplan abgelehnt, weil sie nicht auf einen Teil der Rückzahlungen verzichten wollten.  Insgesamt  werden die Obligationen auf US-$ 7  geschätzt.   Das Insolvenzverfahren nach “Chapter 11″ wurde in New York eingeleitet.  Dem Einstieg derFIAT  SpA steht  somit nichts mehr im Wege.  Euronews: “Der für die Rettung Chryslers ins Auge gefasste Einstieg des italienischen Automobilherstellers FIAT wird durch die Insolvenz sogar gefördert. FIAT will nämlich kein Geld investieren. Insofern ist der Gang zum Insolvenzrichter sogar eine Voraussetzung für die eventuelle Rettung Chryslers.”

Präsident Barack OBAMA hatte zuvor erklärt, er sei zuversichtlich, dass Chrysler  unter Einbeziehung der US-Autogewerkschaft United Auto Workers gemeinsam mit Fiat weitergeführt werden kann.  Das Unternehmen wird voraussichtlich CHRYSLER-FIAT heißen.  Der drittgrößte US-Autobauer wird künftig  “umweltfreundliche Fiats” bauen, übernimmt also die  “fortschrittliche Technologie” der Italiener.  Aber die US-made Fiat-gestützten Chryslers werden weiterhin  “Chrysler”  heißen.

Der 32. deutsche Soldat in Afghanistan gefallen

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) empfängt am  10. Mai 2009 den afghanischen Präsidenten Hamid KARZEI im Bundeskanzleramt in Berlin zu Gesprächen über die brisante Lage in Afghanistan und Pakistan.  Während eines “streng geheim” gehaltenen Blitzbesuchs des SPD-Kanzlerkandidaten und Außenministers Frank-Walter STEINMEIER (SPD) in Afghanistan griffen die Taliban deutsche Soldaten im nordafghanischen Kundus an und töteten einen Hauptgefreiten der Bundeswehr.  Fünf Soldaten wurden verletzt.  Ein Sprecher der Taliban behauptete laut SPIEGEL, man habe von dem Besuch des deutschen Außenministers gewusst und die deutsche Patrouille mit Panzerfäusten und Maschinengewehren attackiert. Man habe  “ein Zeichen setzen” wollen.
Weiterlesen

Arbeitslosenquote bleibt bei 8,6 %

GiNN-BerlinKontor.—Nach Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Arbeitslosigkeit   “ungewöhnlich schwach zurückgegangen”.  Vor allem die starke Nutzung der Kurzarbeit  habe  “den Arbeitsmarkt insgesamt stabilisiert und Schlimmeres verhindert.“, so der BA-Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE.  Die Arbeitslosigkeit verringerte sich von März auf April lediglich um 1.000 auf 3.585.000  (West: +21.000 auf 2.400.000; Ost: -22.000 auf 1.185.000).  Die Arbeitslosenquote  blieb im April 2009 bei  8,6 %.

Weiterlesen

Obama über Pakistan “sehr besorgt

GiNN-BerlinKontor.—Nach 100 Tagen im Amt hat US-Präsident Barack H. OBAMA . eine erste Bilanz seiner Administration gezogen.  Er sagte vor der internationalen Presse in Washington D.C., er sei “stolz auf das bisher Erreichte, aber noch nicht zufrieden”.  Die USA sähen sich immer noch einer Reihe von Bedrohungen gegenüber, “vom Terrorismus über die Weiterverbreitung von Atomwaffen bis zur Schweinegrippe”, so Obama.  Zur Lage in Afghanistan und in Pakistan sagte der  Präsident, er sei  “sehr besorgt” (“gravely concerned”) .  Der Einfluss und die Interventionen der Taliban nehme zu, er glaube aber nicht, dass es den Taliban gelingen könnte, an  Pakistans Nuklear-Arsenal zu gelangen. so Obama.

Weiterlesen

Wirtschaftsverbände sehen “Anzeichen für Stabilisierung”

GiNN-BerlinKontor.—Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die Bundesregierung aufgefordert, “jetzt alles daran zu setzen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung bald wieder ins Positive dreht und sich der Rückgang nicht verfestigt.   Eine Stabilisierung der Finanzmärkte, die Lösung der Liquiditätsklemme in der Realwirtschaft und die Umsetzung von Maßnahmen, die die Wirtschaft entlasten ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten, seien die vordringlichen Aufgaben”.   Die beiden Industrieverbände sehen  “einige Anzeichen, die auf eine allmähliche Stabilisierung hindeuten.  Vor zwei Monaten habe es diese noch nicht gegeben.

Weiterlesen

Giftige Wertpapiere Mühlsteine am Hals der Banken

GiNN-BerlinKontor.—Der Präsident der Deutschen Bundesbank Axel  A. WEBER,  hat daran erinnert, dass die so genannte Suprime-Krise in USA zwar “Auslöser, aber nicht zentrale Ursache der gegenwärtigen Finanzkrise” gewesen sei. Man habe es vielmehr mit  einem “komplexen Ursachengemisch” zu tun.  Fehler hätten sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene, aber auch in der Regulierung der Finanzmärkte zu einem übermäßig verschuldeten Finanzsystem beigetragen.

Weber erinnnerte bei der Amtseinführung  des neuen Leiters der Bundesbank Hauptverwaltung München, Alois MÜLLER, daran, dass im Sommer 2007 eine Eskalation der  Finanzkrise,  wie wir sie im Herbst 2008 erleben mussten, “noch fern unserer Vorstellungskraft”  gewesen sei.  Nun sei eine “zügige Umsetzung der notwendigen Umbauten der Finanzarchitektur”  die  wesentliche Voraussetzung für die Überwindung der gegenwärtigen Krise. “Nur wenn das Vertrauen in eine nachhaltige Funktionsfähigkeit des Finanzsystems zurückkehrt, kann die Überwindung der Krise gelingen”, betonte Weber.

Nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers und den damit verbundenen Verwerfungen  sei der  “ohnehin schon fragile Interbankenmarkt  praktisch völlig ausgetrocknet”.  Die  Notenbanken hätten umfangreichere Maßnahmen zur Liquiditätssicherung ergreifen und die Staaten “beherzt” eingreifen  müssen, um weitere Bankinsolvenzen zu verhindern.  Deutschland habe im  Oktober 2008 mit der Gründung des  Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung  (SoFFin)  “eine solide und systematische Grundlage”  geschaffen, um Finanzinstitute, die in Schwierigkeiten geraten sind, durch Garantien, Rekapitalisierungsmaßnahmen und Risikoübernahmen zu stabilisieren.

Der Bundesbank-Präsident führte dazu aus:  “Die in Anspruch genommenen Maßnahmen des SoFFin setzen allerdings allein auf der Passivseite der Bankbilanzen an. Dadurch ist es bislang nicht gelungen, die Unsicherheit über die Solidität der Aktivseite der Bankbilanzen zu beseitigen.  Klar ist aber, solange den Banken der Mühlstein der giftigen Wertpapiere um den Hals hängt, werden sie nicht wieder auf die Beine kommen.”  Iim Hinblick auf die Kreditversorgung der Wirtschaft  sei es unerläßlich, dass  “eine rasche Lösung” gefunden werde. Er sei optimistisch, dass  dies  “sowohl dem öffentlich-rechtlichen als auch dem privaten Bankensektor”  gerecht werde.

Axel .Weber erinnerte daran, dass der mit der Eskalation der weltweiten Finanzkrise verbundene Vertrauensschock  einen  “globalen Wirtschaftsabschwung ausgelöst hat, der in seiner Synchronität, wie er alle wichtigen Wirtschaftsregionen erfasst, sicherlich einmalig ist”. Deutschland könne sich als exportlastige Wirtschaftsnation von dieser Entwicklung nicht abkoppeln.  Die Bundesrepublik sei durch seine Spezialisierung auf Investitionsgüter sogar besonders stark betroffen.  Durch den tiefen Einbruch der Exportnachfrage und der Industrieproduktion sei Deutschland in diese schwere Rezession gestürzt worden.

Die Bundesregierung – so Weber – habe mit den beiden Konjunkturpaketen  “beträchtliche Fiskalimpulse” gegeben, welche die Nachfrageausfälle zum Teil kompensierten.  “Klar ist, dass eine vollständige Kompensation des Einbruchs ausländischer Nachfrage nicht möglich sein wird. Die Maßnahmen werden erst in den kommenden Quartalen ihre volle Wirkung entfalten. Forderungen nach weiteren diskretionären Stabilisierungsmaßnahmen für die Konjunktur sollte die Politik daher geschlossen entgegentreten.”

Die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen dürfe in diesen Zeiten nicht aus dem Auge verloren werden, betonte der Bundesbank-Präsident.  “Im Übrigen werden weitere expansive Impulse in der Diskussion um Konjunkturpakete häufig missachtet. So wirken die automatischen Stabilisatoren in Deutschland in sehr viel stärkerem Maße als in den USA und in jedem anderen G7-Land. Hinzu kommen die umfangreichen monetären Impulse und die Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsektors.”

Die Perspektiven für die realwirtschaftliche Entwicklung  nannte Weber “trübe”.  Die Einschätzung des konjunkturellen Wendepunkts  sei unter den gegenwärtigen Umständen besonders schwierig.  Erst im Schlussquartal 2008  sei für das jahresdurchschnittliche „Wachstum“ mit einem dicken Minus zu rechnen.  Zur Frage, wann die “Erholung” einsetzen werde, sagte Weber, man solle  “den Hoffnungssignalen, die uns gegenwärtig von einigen Stimmungsindikatoren übermittelt werden, nicht  zu viel Gewicht beizumessen. Die harten Zahlen werden noch einige Negativnachrichten bringen, wenngleich sich das Abwärtstempo deutlich verlangsamen dürfte. Mit einer leichten Wiederbelebung der deutschenWirtschaft ist frühestens im nächsten Jahr zu rechnen.” (Bundesbank)

Schwerster wirtschaftlicher Einbruch seit 1945

GiNN-BerlinKontor.—Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit dem schwersten wirtschaftlichen Einbruch seit 1945. Das BIP  – das Bruttoinlandsprodukt, welches  den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) angibt, der innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurde – wird  voraussichtlich um 6 %  schrumpfen, teilte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor ZU GUTTENBERG (CSU) in Berlin mit.  Die Zahl der Arbeitslosen steigt demnach bis Ende 2010 um mehr als eine Million. Erst für 2010 wird ein leichtes BIP-Plus von 0,5  % erwartet. Die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichnen bereits im ersten Quartal 2009  ein Minus von 6,1 %.

Weiterlesen

Magna will bei Opel einsteigen

GiNN-BerlinKontor.—Das kanadisch-österreichische Unternehmen Magna International Inc. und die russische Großbank GAZ haben bestätigt, dass sie an einem Einstieg  bei der Adam Opel GmbH  “ernsthaft” interessiert sind. Wie es heißt  würden Magna und Partner für Opel € 5 Milliarden investieren und fast 20 % der Anteile übernehmen.
Magna ist einer der fünf größten Autozulieferer der Welt.  Das Unternehmen beschäftigt in 25 Ländern 82.000 Mitarbeiter, davon 11.000 in Deutschland. Weltweit hat der Konzern in 25 Ländern ca. 74.000 Beschäftigte in 240 Produktionsbetrieben und 86 Entwicklungszentren.  Der Konzern hat seinen Sitz in Kanada/Ontario.  Die Magna-Europazentrale liegt in Oberwaltersdorf/Österrreich.

Weiterlesen

Zur Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit

GiNN-BerlinKontor.—In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 waren über vier Milliarden Euro an Ausgaben, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) für Arbeitslosengeld und die anderen Leistungen der Arbeitsförderung bestritt, nicht durch entsprechende Einnahmen gedeckt, sondern mussten aus der Rücklage der BA finanziert werden, teilt die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.  Die Einnahmen der BA beliefen sich im ersten Quartal 2009 auf  € 6,3 Milliarden, € 2,4 Milliarden weniger als im ersten Quartal 2008. Weiterlesen

DAIMLER meldet Verlust von fast € 1,5 Milliarden

GiNN-BerlinKontor.— Die DAIMLER AG  weist für das erste Quartal 2009 ein EBIT von -1.426 (i. V. 1. 976) Mio. € aus. Der deutliche Ergebnisrückgang spiegelt vor allem die starken Absatzrückgänge bei Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans im ersten Quartal 2009 wider.  Bei Daimler Financial Services führten gestiegene Risikokosten zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses.

Weiterlesen