bti-o/Berlin.–Die Geschäftsentwicklung der WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG, Augsburg, lag zum 30. Juni 2003 im Plan. Für das Gesamtjahr 2003 wird mit einer Konzernbauleistung von 3,1 Mrd. Euro und einem erneut positiven operativen Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau (15 Mio. Euro) gerechnet.
Das Bilanzergebnis wird auch in 2003 wieder ausgeglichen sein. Damit bestätigte Vorstandsvorsitzender Wolf E. FITZNER auf der Halbjahrespressekonferenz am Donnerstag in Berlin frühere Ergebnisprognosen. Wir werden in diesem Jahr den in 2002 vollzogenen Turnaround weiter festigen”, so Fitzner. Im schlechten konjunkturellen Umfeld habe sich die WALTER BAU vereinigt mit DYWIDAG gut geschlagen”.
Die Bauleistung im Konzern belief sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 1,348 (Vergleichszeitraum 2002: 1,495) Mrd. Euro. Durch die Schlussabrechnung großer Bauvorhaben im zweiten Halbjahr liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit minus 45 (minus 25) Mio. Euro zwar unter dem Vorjahreswert, entspricht aber gleichwohl den Planungen.
Trotz der anhaltend schwierigen Lage im inländischen Baumarkt konnte ein Auftragszugang von 1,351 (1,597) Mrd. Euro erzielt werden. Durch die Ausbuchung eines Regierungsauftrags bei der australischen Tochter ergab sich im Konzern per 30. Juni 2003 mit 2,531 Mrd. Euro ein um rund zehn Prozent niedrigerer Auftragsbestand als Mitte 2002. Dennoch werden Auftragseingang und -bestand den Erwartungen gerecht und ermöglichen eine gegenüber den Planungen zu Jahresanfang nur leicht zurückgenommene Gesamtleistung von 3,1 Mrd. Euro.
Zwar litt der inländische Schlüsselfertigbau als größte Sparte im Konzern der WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG am stärksten unter den ungünstigen Marktbedingungen, konnte aber vielversprechende Aufträge in die Bücher nehmen. Dazu gehören Messehallen in Düsseldorf, Geschäfts-, Verwaltungs- und Hotelbauten in Cottbus, Frankfurt/Main und Hamburg.
Mit einer Steigerung des Auftragseingangs und des
Auftragsbestands um rund zehn Prozent entwickelte sich die Sparte Ingenieurbau erfreulich. Dazu trugen große Aufträge im In- und Ausland wie zwei U-Bahn-Projekte in Amsterdam und Algier sowie Tunnel- und Brückenbauwerke im Inland bei. Im Bau Ausland liegt der Auftragsbestand auf einem erfreulichen Niveau. Plangerecht zeigen sich die Sparten DSI und Verkehrswegebau, so dass ihre Leistung zum Jahresende jeweils leicht über Vorjahr liegen wird.
In die Akquisitionen der Sparte Baunahe Dienstleistungen, der die Planung, Finanzierung und das Betreiben von Hochbauten und Infrastrukturprojekten obliegt, fiel die Unterzeichnung des Konzessionsvertrages für die privat finanzierte und betriebene Mautautobahn von Zagreb nach Macelj.
Das Olympiastadion in Berlin nannte Fitzner ein Vorzeigeprojekt für das private Finanzieren und Betreiben von öffentlichen Bauvorhaben. Nach Angaben des für das Stadionprojekt zuständigen Vorstandsmitglieds Hans-Jürgen Hecklau machen PPP / BOT-Modelle bisher höchstens zwei Prozent an den gesamten Bauinvestitionen im Inland aus. Diese Quote sei im europäischen Vergleich sehr gering. Angesichts eines für die Jahre 2000 bis 2009 ermittelten Investitionsbedarfs der öffentlichen Hand von 686 Mrd. Euro sehen wir ein großes Potenzial, sagte Hecklau.
Die Liquidität im Konzern der WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG entwickelte sich in den ersten sechs Monaten 2003 weiterhin positiv. Zum 30. Juni 2003 betrugen die liquiden Mittel 140 (113) Mio. Euro. Der Beschäftigungsstand verringerte sich durch die Kapazitätsanpassungen im Inland um 11,5% auf 10.138 (11.450) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30.06.2003.