Der deutsche EURO-Dollar

17 Milliarden deutsche EURO-Münzen und 4,3 Milliarden Banknoten werden ab 01. Januar 2002 in Umlauf gebracht. Wie bei der US-Dollar-Währung heißen die bisherigen Pfennige dann “cents”. Die Münzen wird es als 1-,2-,5-,10-,20- und 50 cent-coins geben. Ab 1 “Mark” heißen sie EURO.

Auf der Frontseite des EURO wird einheitlich in ganz Europa das europäische “Sternenbanner” abgebildet sei (12 Sterne). Auf der Rückseite des deutschen EURO-Dollars wird das Brandenburger Tor in Berlin abgebildet sein – mit Eichenlaub und Bundesadler.

Die EURO-Geldscheine werden sehr farbenfroh gestaltet. Spötter sagen: wie toy money! Die Farben sind Rot, Blau, Grau, Orange, Lila und gelblich Braun.

Erstmals kann man die neuen EUROs am 17. Dezember 2001 in allen deutschen Banken besichtigen und abholen. – zunächst aber nur die Münzen im gegenwärtigen Wert von DM 20.- , das sind derzeit 10,23 EURO.

Kräftige Aufwertung des EURO erwartet

Die Angst der Deutschen vor der Einführung des EURO war groß. Die führende Wirtschafts-und Finanznation in Europa wollte nicht glauben, daß der EURO die “starke DeutschMark” voll ersetzen wird. Mißtrauen und Unbehagen dominierten.
Die internationale Finanzwelt wartete auf “vertrauensbildene Maßnahmen” in Europa und wies darauf hin, daß es sich bei der EURO-Bargeldeinführung am 01. Januar 2002 nicht um eine WährungsREFORM, sondern um eine WährungsUNION gehandelt habe.

Nobelpreisträger Robert MUNDELL (Kanada) nannte den EURO “eines der erfolgreichsten Experimente in der Geschichte der Geldpolitik”.

Allianz/Dresdner Bank – der neue Fusionsriese in Deutschland – nennt den EURO eine stabile Währung. Dies habe sich bei der jüngsten Ölpreisexplosion gezeigt. Trotz des Ölpreisanstiegs habe man “in der Spitze” eine Inflationsrate von 2,5% erreicht. Den Ölpreis herausgerechnet sei die Inflationsrate bei nur 1,5% angelangt.

Erinnern wir uns: Beim Ölpreisschock Anfang der 70er Jahre mussten wir eine Inflationsrate bis zu 7 % hinnehmen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) lobte die “verantwortungsvolle” Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die nicht dem Druck gefolgt sei, die Leitzinsen zu senken.
Nach neun (9)Zinssenkungen der Fed in USA sah man in Frankfurt/Main keinen entsprechenden Handlungsbedarf, heißt es auch in den Chefetagen der deutschen Großbanken. Die EZB habe mit der Infaltionsbekämpfung ein klares Ziel. Zinsen könne man nur dann senken – so die teutonischen Banker – wenn es begründete Hoffnungen gebe, dass auch die Inflationsrate nach unten geht.

Dennoch: mit der baldigen Ablösung des derzeitigen EZB-Präsidenten Wim Duisenberg wird noch in diesem Jahr gerechnet Im Gespräch ist nunmehr auch der ehemalige deutsche Finanzminister Theo Waigel, falls Luxemburgs Premier Junker bei seinem “Kein Interesse” bleiben sollte.
(bti-o)