20 Jahre Bahnbau Deutsche Einheit

GiNN-BerlinKontor.—„Ich wünsche mir heute etwas mehr von der Aufbruchstimmung der Wiedervereinigung. Ein breiter politischer Konsens und eine engagierte partnerschaftliche Vorbereitung haben nach der Wende eine schnelle und reibungslose Umsetzung vieler Schienenwegeprojekte möglich gemacht“. Dieses Resümee zog der Hauptgeschäftsführer des Hauptverban­des der Deutschen Bauindustrie, RA Michael KNIPPER, vor rund 100 Gästen, die im Haus der Deutschen Bauindustrie zu einer Festveranstaltung anlässlich der Gründung der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit (PBDE) vor zwanzig Jahren zusammenge­kommen waren. Knipper würdigte insbesondere den Mut der PBDE, in der Planung, Vertragsgestaltung und Bauausführung neue Wege beschritten zu haben. Der Weg, über eine Mana­gement­gesellschaft wie die PBDE die Strukturen der Bundes­bahn und der Reichsbahn zusammenzubringen, sei richtig ge­wesen. Neue Wege im Planungs- und Baurecht wie das Ver­kehrswe­gebeschleunigungsgesetz Ost hätten zum Erfolg bei­getragen.

Knipper ist überzeugt, dass die positiven Erfahrungen der Wen­dezeit genutzt werden sollten. Es gelte eine neue Partnerschaft zwi­schen Bauherren und Auftragnehmern zu entwickeln, bei der Konflikte bereits in der Planungsphase ausgeräumt werden. Während dies international im Rahmen von Partneringmodellen längst üblich sei, sei die Vertragskultur im deutschen Bahnbau noch nicht so weit. Knipper: „Eine echte Partnerschaft, bei der die Baufirmen bereits in der Planungsphase einbezogen wer­den, um das Bausoll gemeinsam festzulegen und damit auch Pla­nungsrisiken gemeinsam zu tragen und zu managen, scheitert bis heute am Haushalts-, Vergabe- und Zuwen­dungsrecht“.

Für die mittelständischen Eisenbahnoberbauunternehmen sieht Knipper große Chancen, wenn neue Formen der Zusammenar­beit zwischen Bahninfrastrukturdienstleistern und Netzbetrei­bern entwickelt würden. Die Unternehmen könnten z.B. ihre Wertschöpfungskette über die Bauphase hinaus auch in die Instandhaltungsphase hinein verlängern. Eine solche er­weiterte Kooperation würde sich für beide Seiten auszahlen, zumal die Deutsche Bahn  AG bei der Bewirtschaftung ihres großen Netzes bereits an Grenzen stoße. Knipper kündigte an, bei der anstehenden Neu­verhandlung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung Schiene das Thema aufrufen zu wollen. (HDB)

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