2 035,9 Milliarden Euro öffentliche Schulden

GiNN-BerlinKontor.-–Mit € 2 035,9 Milliarden verschuldet war zum Jahresende 2010 der öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und gesetzliche Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) – beim nicht-öffentlichen Bereich mit € 2 035,9 Milliarden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entsprach dies rechnerisch einer Schuldenlast von  € 24. 904  je Einwohner.

Der größte Anteil öffentlicher Schulden entfiel auf den Bund und lag bei € 16. 048 je Einwohner, gefolgt von den Ländern mit € 7. 339 Einwohner. Der Anteil öffentlicher Schulden von Gemeinden/­Gemeindeverbänden lag bei € 1. 628 je Einwohner/-in (der Flächenländer), auf die gesetzliche Sozialversicherung entfielen € 7 je Einwohner.

Die jährliche Schuldenstatistik wurde aufgrund von Anpassungen an Vorgaben der Europäischen Union (EU) vollständig überarbeitet. Neben einem neuen Erhebungsprogramm wurden dabei zum einen der Berichtskreis erweitert und erstmals die Schulden der gesetzlichen Sozialversicherung (einschließlich der Bundesagentur für Arbeit) und die aller Extrahaushalte einbezogen. Daher sind die Ergebnisse nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Zum anderen hat sich die Gläubigerstruktur geändert.

So werden nun im Schuldenstand ausschließlich Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich betrachtet und hier alle Wertpapierschulden sowie die Kredite und Kassenkredite nachgewiesen. Bislang war die Schuldenstatistik am Haushaltsrecht ausgerichtet, zum einbezogenen Gläubigerkreis zählten daher auch Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, wie zum Beispiel bei der öffentlichen Zusatzversorgung. Zudem können Kassenkredite nicht mit den Vorjahreswerten verglichen werden, da entsprechende Vorjahreswerte nicht erhoben wurden.

Für die Wertpapierschulden und Kredite des öffentlichen Gesamthaushaltes beim nicht-öffentlichen Bereich sind Vergleiche mit dem Vorjahresstand möglich. Diese sind zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 insgesamt um 20,3 % auf € 1. 975,5 Milliarden angestiegen. Darunter betrug die Schuldenzunahme beim Bund 25,5 %. Wesentlich zum Anstieg der Verschuldung beim Bund hat die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement beigetragen.

Bei den Ländern stieg der Schuldenstand um 13,0 % und bei den Kommunen um 1,9 %. Die Verschuldung der gesetzlichen Sozialversicherung war dagegen mit – 4,9 % rückläufig.

Fasst man Länder- und Gemeinde-Ebene zusammen, so hat in diesem Zeitraum die Verschuldung an Wertpapieren und an Krediten gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich in Nordrhein-Westfalen besonders stark zugenommen (+ 33,9 %): die des Landes NRW wuchs um 41,1 %, während die seiner Gemeinden und Gemeindeverbände rückläufig (– 0,5 %) war. Der Anstieg der Verschuldung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde insbesondere durch Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB verursacht.

Hohe Anstiege der Wertpapierschulden und Kredite wurden auch für das Saarland (+ 12,3 %) und für Hessen (+ 11,1 %) ermittelt, rückläufig waren sie nur in Sachsen (– 4,9 %) und in Mecklenburg-Vorpommern (– 0,9 %). (Quelle: Destatis)

Ein Gedanke zu “2 035,9 Milliarden Euro öffentliche Schulden

  1. Giorgos Papandreou sagte, sein Land stehe zu seinen Zusagen. Er könne garantieren, dass Griechenland “all seinen Verpflichtungen” nachkommen werde, sagte Papandreou heute in Berlin. Na klar, wers glaubt wird seelig. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man einem Land, welches sich in den Euro gemogelt hat, überhaupt glauben kann. Die Zeche zahlen wieder wir.

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