17.04.2008
« älter Artikel neuerer Artikel »Keine Rezession in Deutschland zu erwarten
GiNN-BerlinKontor.–Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,8 %. Damit wird die Prognose 2,2 % des Herbstgutachtens deutlich reduziert. Für 2009 sagen die Institute noch ein Wachstum von 1,4 % voraus. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen könnte im nächsten Jahr - so das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforscher - unter die 3-Millionen-Marke fallen. Zwar seien die Risiken für die Konjunktur nach wie vor groß, aber die deutsche Wirtschaft habe sich bisher “robust” gezeigt habe. Eine Rezession in Deutschland sei nicht zu erwarten.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute, die ihre Prognose am 17. April in Berlin präsentierten, glauben, dass die jüngsten Tarifabschlüsse in Deutschland die Kauf-Laune der Deutschen beleben werden. In den Lohnrunden des Jahres 2008 seien zum Teil deutlich höhere Abschlüsse erzielt worden als in den vergangenen Jahren. “Auch für die noch ausstehenden Verhandlungen sind merklich höhere Abschlussraten zu erwarten als 2007″, so die Wirtschaftsforscher. Den Anstieg der Tariflöhne veranschlagen sie auf im Schnitt 2,2 %.
Den Verbrauchern werde auch deshalb mehr Geld in der Tasche bleiben, weil der Preisdruck allmählich nachlasse. Allerdings werde der Preisschub bei Energie in den kommenden Monaten zunächst nachwirken. Im Jahresdurchschnitt sehen die Institute ein Anziehen der Lebenshaltungskosten um 2,6 %. Wegen der Teuerungswelle bei Energie und Nahrungsmitteln waren die Verbraucherpreise zuletzt um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im nächsten Jahr werde die Inflationsrate in Deutschland mit 1,8 % deutlich geringer ausfallen, so die Prognose.
Wegen der Finanzmarktkrise hatten bereits mehrere Institute ihre Prognosen nach unten korrigiert. Der Internationale Währungsfonds senkte die Wachstumserwartungen für Deutschland am deutlichsten: Die IWF-Experten rechnen nur noch mit einem Plus von 1,4 % in diesem und 1,0 % im kommenden Jahr.
In dem Gutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute heißt es zur aktuellen Lage der Weltwirtschaft: “Im Frühjahr 2008 wird die Weltkonjunktur von der Krise des Immobilien- und Finanzsektors in den USA und den von hier ausgelösten weltweiten Finanzmarkt-Turbulenzen überschattet. Die USA stehen am Rande einer Krise, in Japan nimmt die gesamtwirtschaftliche Produktion nur noch schwach zu, und in Westeuropa hat die Konjunktur sich etwas abgekühlt. Das weltwirtschaftliche Expansionstempo ist trotz einer deutlichen Verlangsamung aber immer noch beträchtlich. Dies vor allem, weil die Produktion in den Schwellenländern bis zuletzt kräftig stieg.
Beeinträchtigt wird die weltwirtschaftliche Entwicklung derzeit auch dadurch, dass sich der Preisabtrieb erheblich bescheunigt hat. Neben dem anhaltenen Anstieg der Rohölpreise haben sich in den vergangenen Monaten vor allem Nahrungsmittel massiv verteuert.
In dieser Situation sieht sich besonders die Geldpolitik großen Herausforderungen gegenüber. Sie muß im Spannungsfeld von Liquiditätsproblemen, konjunktureller Abschwächung und Inflationsgefahren die Balance wahren. Dabei haben die Zentralbanken unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Die US-Notenbank (die Fed) hat angesichts der Rezessionsgefahr ihre Leitzinsen drastisch gesenkt. Die europäischen Zentralbanken indessen - weil dort bislang weniger trübe konjunkturellen Aussichten - den Inflationsrisiken eine höhere Bedeutung bei. Sie haben ihre Zinsen - wenn überhaupt - nur wenig gesenkt und werden wohl auch auf absehbare Zeit nicht auf einen deutlich expansiven Kurs einschrenken.
Die Weltkonjunktur wird angesichts der beträchtlichen Belastungen zwar zunächst noch an Fahrt verlieren, der Verlust an Dynamik wird aber begrenzt bleiben. Dafür sprechen die im allgemeinen sehr günstige Verfassung der Unternehmen im nicht-finanziellen Sektor, die kräftigen Impulse vonseiten der amerikanischen Wirtschaftspolitik und die hohe Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Allerdings dämpfen die Probleme in USA die Aktivitäten auch in den übrigen Weltregionen.Über die Finanzmärkte breiten sich Vermögensverluste und die Verschlechterung von Finanzierungsbedingungen aus. Dämpfend wirkt auch die Schwäche der Expansion der Importe in den USA, insbesondere in den mit den USA eng verflochtenen Ländern.
In Westeuropa kommt das Ende des Immobilienbooms in einigen Ländern hinzu. Im Euroraum wirkt darüber hinaus die Aufwertung des EURO belastend. Anzeichen einer Rezession sind hier zwar nicht zu erkennen, doch wird die Wirtschaft im Euroraum in den Jahren 2008 und 2009 mit Raten von nur noch reichlich einanhalb Prozent expandieren - in einem Tempo also, das unterhalb des längerfristigen Trends liegt.
Die Schwellenländer werden vor allem über den Außenhandel von der Schwäche der Konjunktur in den Industrieländern betroffen. Ihre Finanzmärkte haben sich hingegen als recht robust bisher erwiesen. Und so dürfte der Produktionsanstieg in den Schwellenländern 2008 und 2009 zwar gedämpft werden, er wird aber beachtlich bleiben.
Alles im allen wird die Weltproduktion in diesem Jahr voraussichtlich mit einer Rate von 2,7 % und damit um knapp einen Prozentpunkt langsamer zunehmen als im vergangenen Jahr. Im Verlauf des kommenden Jahres dürften die expansiven Kräfte allmählich wieder ie Oberhand gewinnen. Im Jahresdurchschnitt habe nimmt die Weltproduktion wohl noch nicht deutlich rascher zu. Dieser Prognose liegt ein Erdölpreis von US-$ 98 im Durchschnitt dieses Jahres und von US-$ 100 im nächsten Jahr zugrunde. Außerdem besteht die Erwartung, dass sich der Anstieg der Nahrungsmittelpreise abschwächt.
Bei diesen Annahmen werden die Inflationsraten im Verlauf des Prognosezeitraums zurückgehen. Einiges Risiko in dieser Prognose liegt darin, dass die Preise für Energie und Nahrungsmittel weiter stark steigen. Dies würde insbesondere auch die binnenwirtschaftliche Dynamik in Schwellenländern beeinträchtigen und diese sind ein wichtiger stabilisierender Faktor für die Weltwirtschaft.
Das größte Abwärtsrisiko für die Weltproduktion bleibt aber immer noch die Krise im Immobilien und Finanzsektor in USA. Es ist kaum abzusehen, wie weit die Immobilienpreise und Aktienkurse noch fallen und wann sie ihren Tiefpunkt erreichen werden. Die amerikanische Wirtschaftspolitk ist zwar entschlossen, erhebliche Mittel zur Eindämmung der Krise bereitzustellen, es besteht aber die Gefahr, dass ihre Maßnahmen nicht so gut wie früher greifen. In diesem Fall wäre ein Abgleiten der US-Wirtschaft in eine ausgeprägte Rezession und eine deutlich schlechtere Entwicklung zu erwarten.”
am 19. Apr. 2008
[…] energieie Besserverdienenden Windkraft-Investoren: > > Wohlgehätschelte Subventionszecken, Realitätsfremd und nur dazu gut, > moralisch selbstgerecht Lobbyschlagzeilen zu fabrizieren, wenn’s > ihre Gönner brauchen. Warum bezeichnest du Leute als weltfermd, die in den genannten Geschäften investiert haben und damit eine ordentliche Rendite erziehlt haben? > Deutsche Steinkohle ist nicht konkurrenzfähig, die deutsche > Landwirtschaft ist’s nicht und die Windenergie wird’s nie sein, denn > anders als im Artikel behauptet: Wenn der Staat beschliesst entspechende, aus politischen Gründen, (meist nationanlen Interessen) Unternehmungen zu fördern, dann werden sie konkurrenzfähig. > > > Zudem verschieben steigende Preise für knapper werdende Öl, Gas und > > Uranvorkommen die Kostenentwicklung nach und nach zugunsten der… > > Nein, die Kosten für konventionelle Energieerzeugung fallen immer > ZUSÄTZLICH zur installierten Windleistung an: > > > Hinter der rechnerischen Kilowattleistung eines jeden Windrads muß die > > Ersatzleistung eines Kraftwerks stehen, damit verhindert wird, daß nach der > > ökonomischen nun auch noch in der meteorologischen Flaute die Fließbänder zum > > Stehen kommen. > http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF0D872E > 864A640CB8772DDC93B1CC790~ATpl~Ecommon~Scontent.html > Niemand hat die Absicht nur Windräder zu errichten. > Und: ‘Flaute’ (also: Nicht-der-Tageszeit-angemessene-Windleistung) > ist ziehmlich häufig. > > Abgesehen davon: > Das Geprotze vonwegen > > Bis zum Jahre 2020 sollen europaweit 180 Gigawatt Windenergie 20 Prozent des Strombedarfs decken > verschleiert, daß dies schon recht weit am Ende der Fahnenstange sein > dürfte - mehr ist nicht drin. Vor 20 Jahren erschien der gegenwärtige Prozentsatz der Windenergie absurd, also schaun mer mal wie der Kaiser zu sagen pflegt. > Wer sich die Wirkungsgradformel einer Windturbine anschaut, sieht, > daß da die Windgeschwindigkeit in der dritten Potenz eingeht. > Bedeutet: Doppelt soviel Wind gleich achtfacher Wirkungsgrad. > Oder negativ formuliert: Halb soviel Wind gleich Verachtfachung des > Strompreises. Wie gesagt, niemand hat die Absicht nur Windräder zu bauen, deine “Gleichung” ist also absurd. > Wer mit diesem Zusammenhang im Kopf von Deutschland eine Karte mit > Windgeschwindigkeiten/Effizienten Standorten zusammenstellt, sieht > nur einige schmale Streifen an den Küsten und einige Tupfen im > Mittelgebirge. > > Wer *alles* mit Windrädern vollstellt, wo’s *irgendwie* sinnig ist, > der kommt auf sowas wie 20%. > > Mit dem gleichen Geld in effizienteren Elektrogeräten (Glühlampen! > Arrgghh!) und/oder Solarthermik (die ganz ordinären > Low-Tech-Warmwasserkollektoren Speichertanks) käme man bedeutend > weiter. Dass Energie einzusparen nichts mit der Energieerzeugung zu tun hat sollte dir eigentlich schon aufgefallen sein: Energiesparen kann ich als Warmduscher um meine privaten Kosten zu senken. Das Interesse der Stromproduzenten ist es aber natürlich möglichst viel Strom zu verkaufen. […]
am 22. Apr. 2008
[…] > Mir scheint das nicht wirklich umweltfreundlich zu sein. > > IMHO ist Solar- und Windenergie das Beste. Danach Wasserkraft und > Erdwärme, beides aber nicht wirklich umweltfreundlich. > > Windenergie ist sogar so gut, dass die Atom-Lobby alles daran setzt, > sie schlechtzureden. Solarzellen sind leider extrem ineffizient, > daher auch keine Bedrohung für die Atom-Lobby. > > Allerdings immer noch besser als Atom- oder Kohle- und Gaskraftwerke. Ack. Solange keine Helium3-Fusion zur Verfügung steht (und das werde ich sicherlich nicht mehr erleben), sollte der Mensch zu Solarenergie und Erdwärmenutzung übergehen. Windräder sind typische ANNU-Objekte (”Aber Nicht Neben Uns!”, siehe SimCity), die ich auch nicht gern in der Nähe hätte. Aber ich würde mir ohne weiteres Solarzellen aufs Dach bauen. Wenn… ja wenn die Dinger nicht so verflucht teuer wären. 20000Euro für eine 3 kW Anlage, und dann darf mir in den 20 Jahren danach kein Schaden an der Anlage passieren (Hagel, Blitz, allg. Unwetter, Vandalen), bis sich das ganze finanziell rentiert hat. Deshalb: Hat schonmal jemand handelsübliche Industriefolie mit Hunderten von schwarzen Schläuchen beklebt und übers Dach gespannt? Gefüllt mit einer leicht verdampfenden Flüssigkeit, um aus dem Dampfdruck Energie zu erzeugen? Was ist mit “Photovoltaik-vom-Meter”: Folie als Substrat, gefertigt in einem kontinuierlichen Prozeß (Erzeugung von p- und n-Schicht durch CVD?). Wie in der Halbleiterbranche üblich bestimmt die abgesetzte Masse ja den Preis (siehe Prozessoren)… […]
am 10. May. 2008
[…] energieogge schrieb am 25. September 2002 0:02 > Ich denke mal die benutzen die freiwerdende Energie bei der > Protonen/Antiprotonen Anihilation zur Entstehung eines > Neutronen/Antineutronen-Paar. Die Theorie ist, dass es keine vollständige Annihilation gibt. Proton und Antiproton antiinhalieren Elektron, Positron, Antineutrio und Neutrino, et voila, Neutronen. Triebfeder ist evtl. der Ladungsunterschied der somit aufgehoben wird. Natürlich könnte es auch sein, dass bei der Annihilation sofort wieder Antiteilchen entstehen. Da dabei nicht die nötige Energie frei werden darf, kann man das schwerlich nachweisen. > Aber mein Punkt steht, nicht jedes Teilchen hat ein Antiteilchen. Yep. Glaube mal von einer Kausalität zwischen elektrischer Ladung und Parateilchen gelesen zu haben - Photonen sind jedenfalls ungeladen. > Ich denke man kann die “Gravitation” eines Antiteilchens als winzige > Bahnabweichung im Detektor des Teilenbeschleunigers messen. Denk’ ich auch; nur: NACHLESEN kann man’s nicht ! Noch nicht mal WANN der Nachweis gelungen ist. So einfach ist das aber auch gar nicht wie es sich anhört. Immerhin hat man’s hier prinzipiell mit ziemlich schnellen “Spaltprodukten” zu tun, die man obendrein mit einem Magnetfeld in der Schwebe hält. Und die Elementarteilchen machen einem nicht die Freude, für’s blosse Auge sichtbar in unterschiedlichen Farben zu leuchten. Die Nebelkammer scheidet zudem für Antimaterie aus. Obwohl wir Antimaterie vor 1960 komplett entdeckt haben hat es sicher lange gedauert, bis man diesen Test mit gewisser Zuverlässligkeit durchführen konnte. Noch immer kursiert die Information im Internet, dass die Gravitation von Antimaterie nicht nachgewiesen wurde. Aber zurück zum Anfang: Es gibt keinen Beweis dafür, dass es keine Antimaterie-Galaxien gibt. Sie könnten aus heutiger Sicht theoretisch existieren. Annahmen darüber, was in Millionen Lichtjahren Entfernung sein KÖNNTE als Basis für einen BEWEIS zu nehmen ist jedenfalls haarsträubend. […]