John Major: EURO abwerten

GiNN-BerlinKontor.--Das Credit Suisse Research Institute erklärt, das “Durchwursteln” (“Muddling through”) durch die europäische Schuldenkrise, sei keine Option mehr. Man werde jedoch die Schuldenkrise durchstehen. “Irgendwann” werde die europäische Wirtschaft wieder wachsen, und das werde sich positiv auf die übrige Welt auswirken. Käme es in der europäischen Währungsunion zur Katastrophe, würde dies “weltweit zu spüren sein”.

Der ehemalige britische Premierminister John MAJOR glaubt nicht, dass der EURO zusammenbrechen und verschwinden wird  Sir John gab zu Protokoll, er halte es aber für möglich, dass in den nächsten Jahren 1-2 Länder die EURO-Zone verlassen. In Südeuropa – so Major -seien “Reformen auf der Angebotsseite unerlässlich”. Dies dauere jedoch viele Jahre – “vermutlich mehr als ein Jahrzehnt”.

John Major weiter: “Ein grosses Problem ist, dass Europa zurzeit die Basel-III-Vorschläge umsetzt, die sich grundsätzlich deflationär auswirken. Dadurch wird die Rückkehr auf den Wachstumspfad erschwert. Es wäre hilfreich, wenn die Basler Empfehlungen langsamer umgesetzt würden und wenn der EURO abwerten würde.”

Mitglieder und Senior Advisors im Credit Suisse Research Institute erinnerten, in London auf dem letzten EU-Gipfel sei man sich einig gewesen, dass “auf lange Sicht” Strukturreformen und Haushaltsdisziplin notwendig seeien, um die Stabilität der EU zu sichern”. Es werde eine gemeinsame Aufsichtsbehörde geben und die Möglichkeit, Banken direkt aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus zu rekapitalisieren. Darlehen aus dem ESM hätten keinen vorrangigen Status mehr.

Im CS-Research Institut glaubt man, dass es bald zu “einigen Lösungen und Entlastungen” kommen wird. Dabei werde die Europäische Zentralbank (EZB) eine wichtige Rolle spielen. Die Politik werde nicht in der Lage sein, “rechtzeitig für eine endgültige Lösung für die Eurozone zu sorgen”. Entscheidungen dürften “nicht morgen, sondern jetzt” getroffen werden.

Im Credit Suissee Research Institute äußerten sich entsprechend: Nannette Hechler-Fayd’herbe: Leiterin Global Financial Markets Research für Private Banking & Asset Management, Credit Suisse und Sir John Major: ehem. Premierminister Grossbritanniens, Jonathan Wilmot: Chief Global Strategist, Investment Banking, Credit Suisse
Ernesto Zedillo: Director, Yale Center for the Study of Globalization, Yale University, USA, ehemaliger Präsident Mexikos. (Quelle: credit.suisse.com)

 

Das HANDELSBLATT berichtete am 11.07., die Steuerfahndung Wuppertal habe bei deutsche Kunden der Schweizer Bank Credit Suisse Durchsuchungen durchgeführt. Sie stehen im Verdacht,  mit Scheinversicherungen mehrere Milliarden Euro  ”am deutschen Fiskus vorbeigeschleust” zu haben. Credit Suisse soll seinen Kunden geraten haben, Selbstanzeige zu erstatten. Betroffen sollen rund 7000 miest deutsche Kunden zu sein. Die unversteuerten Gelder sollen “mehrere Milliarden Euro” betragen. (handelsblatt/ard) 

 

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