GiNN-BerlinKontor.—Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im Oktober gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,8 %, teilt das Statistische Bundsesamt mit . Den stärksten Beitrag zur Ausweitung der Produktion lieferte die Industrie. Der Ausstoß erhöhte sich hier um 0,8 %. Ausschlaggebend war die deutliche Zunahme der Erzeugung bei den Herstellern von Investitionsgütern um 2,2 %.

Die Vorleistungsgüterproduktion wurde dagegen leicht zurückgefahren (-0,4 %). Demgegenüber verharrte die Produktion von Konsumgütern auf dem Stand des Vormonats (0,0 %). Die Leistung im Bauhauptgewerbe nahm leicht um 0,4 % zu. Im Bereich der Energie stieg die Erzeugung um 1,1 %.

Im dritten Quartal 2011 stieg der Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im Vergleich zum dritten Quartal 2010 nominal um insgesamt 6,3 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, nahm dabei der Umsatz im Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei um 3,9 % und im Bereich Information und Kommunikation um 7,3 % zu. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stieg er um 7,2 %. Am stärksten war die Zunahme bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit + 8,2 %. In diesem Bereich erzielten die Abteilung Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit + 10,2 % und die Abteilung Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien mit + 9,6 % die höchsten Umsatzzuwächse.

Gegenüber dem Vorquartal nahm der Umsatz in den betrachteten Wirtschaftsab­schnitten im dritten Quartal 2011 saisonbereinigt insgesamt um 1,3 % zu. Die Umsätze bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen um 1,7 % und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 1,4 %. Im Bereich Verkehr und Lagerei gab es ein Plus von 0,9 % und im Bereich Information und Kommunikation von 1,0 %.

Die Zahl der Beschäftigten in ausgewählten Dienstleistungsbereichen stieg im dritten Quartal 2011 gegenüber dem dritten Quartal 2010 insgesamt um 3,4 %. Im Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei nahm die Beschäftigung um 3,3 % zu. In den Bereichen Information und Kommunikation sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um jeweils 2,2 %. Am stärksten war die Zunahme bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit + 4,9 %. Besonders hohe Zuwächse wies hier die Abteilung Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit + 10,5 % auf.

Im Vergleich zum Vorquartal blieb die Zahl der Beschäftigten im dritten Quartal 2011 unverändert (saisonbereinigt). Während die Beschäftigung im Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen leicht um 0,8 % sank, erhöhte sie sich bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Verkehr und Lagerei sowie im Bereich Information und Kommunikation geringfügig um jeweils 0,6 %.

In den Monaten Januar bis September 2011 meldeten die Amtsgerichte in Deutschland 22 854 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 6,7 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Zeitraum Januar bis September 2011 bei 78 569 Fällen und war damit um 3,8 % niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen registrierten die Gerichte insgesamt 121 284 Insolvenzen, das waren 4,6 % weniger als in den Monaten Januar bis September 2010.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für die Monate Januar bis September 2011 auf  € 24 Milliarden gegenüber € 31,2 Milliarden  im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2011 mit rund 30 500 Unternehmensinsolvenzen (2010: 31 998) und rund 105 000 Verbraucherinsolvenzen (2010: 108 798). Insgesamt werden etwa 160 000 Insolvenzfälle (2010: 168 458) erwartet.

Im September 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte insgesamt 13 767 Insolvenzen. Darunter waren 2 520 Insolvenzen von Unternehmen und 9 074 Insolvenzen von Verbrauchern. Diese Angaben für den Monat September beinhalten allerdings auch Nachmeldungen der Amtsgerichte im Saarland für den Zeitraum Januar bis August 2011. Ein Vorjahresvergleich für den Monat September ist daher nur eingeschränkt möglich: In Deutschland – ohne das Saarland – sank die Gesamtzahl der Insolvenzen im September 2011 um 2,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich um 4,4 %, die Verbraucherinsolvenzen gingen um 0,8 % zurück. (Quelle: Destatis)

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