Tag der Deutschen Einheit 2011 – Wessis und Ossis

GiNN-BerlinKontor.—Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erklärte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) in Berlin, die Deutschen könnten “mit großem Stolz und mit Dankbarkeit” auf die Wiedervereinigung zurückblicken. „Sie wäre nicht möglich gewesen, wenn uns unsere Nachbarn das nicht zugetraut hätten.” Die Kanzlerin uind CDU-Vorsitzende sieht die Vollendung der Einheit zwar “auf einem guten Weg”,  es gebe jedoch “einige gravierende Unterschiede”: Der demografische Wandel und die Abwanderung junger Leute spielten in den neuen Ländern eine viel größere Rolle. Die Arbeitslosigkeit sei immer noch fast doppelt so hoch, und die Sparguthaben seien noch sehr unterschiedlich ausgeprägt, kritisierte Merkel. In der alten Bundesrepublik Deutschland habe man “Schritt für Schritt Eigentum aufbauen können”. Die sei in den 1990 zugekomennden Bundesländern “noch nicht so weit.”

Im Rückblick auf die Jahre 1989/90 sprach die Kanzlerin von einem umwerfenden Gefühl: “Plötzlich hatten wir nicht nur die Möglichkeit, nach West-Berlin, nach Westdeutschland zu fahren, ins Ausland zu reisen, sondern, vor allen Dingen auch unsere Meinung zu sagen, alle Zeitungen zu haben – natürlich auch ein sehr viel besseres Warenangebot.”

Die Bundeskanzlerin erinnerte aber auch an die großen Strukturumbrüche, “die mit Arbeitslosigkeit und vielem anderen verbunden waren”. Aber insgesamt, betonte Merkel, sei es “eine wirkliche Befreiung im umfassenden Sinne” gewesen. Es sei sehr wichtig, die Erinnerung an Teilung und DDR-Unrecht zu bewahren. “So wie wir heute leben – in Freiheit, mit Pressefreiheit, mit Meinungsfreiheit, mit Reisefreiheit, das ist nicht das Normale auf der Welt.”

Für die CDU erklärte Generalsekretär Hermann GRÖHE, dieser Tag der Deutschen Einheit  “erinnert uns an einen der glücklichsten Momente in der deutschen Geschichte.  Am 3. Oktober 1990 fand die erzwungene Teilung unseres Vaterlandes das langersehnte Ende.  Mit Freude und Stolz können wir auf die Wiedervereinigung Deutschlands zurückblicken, die den Höhe- und Schlusspunkt der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR bildete.

Auf das, was in den zurückliegenden 21 Jahren in den neuen Bundesländern geleistet wurde, können wir wahrlich stolz sein. Der gelungene Aufbau Ost ist eine historisch einmalige Gemeinschaftsleistung. Die Menschen in den alten und neuen Bundesländern haben die damit verbundenen Lasten gemeinsam getragen. Dies sollte uns Ansporn sein, die Herausforderungen auf europäischer Ebene auch weiterhin beherzt anzupacken.

Bei aller Freude gedenken wir aber auch derer, die den Eisernen Vorhang nicht durchbrechen konnten. Wir trauern um die vielen Frauen und Männer, die im mutigen Kampf gegen die SED-Diktatur und auf dem Weg in die Freiheit ihr Leben lassen mussten. Es ist ein wichtiges Signal, dass die SED-Erben bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus aus dem Senat gewählt worden sind. DDR-Verklärer haben in einer Regierung nichts verloren. Das gilt besonders für die einst geteilte Hauptstadt.”

Petra PAU, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und Vizepräsidentin im Deutschen Bundestag, erklärte zum 21. Jahrestag der deutsch-deutschen Vereinigung: “So lange Ossis als pflegeleichter gelten, also Beschäftigten in Pflegeberufen im Osten weniger Mindestlohn zugestanden wird, als gleich engagierten Wessis, bleiben Einheitsgelübde hohle Sonntagsreden.” (cdu.de/petra pau-bt)

Ein Gedanke zu “Tag der Deutschen Einheit 2011 – Wessis und Ossis

  1. Die Gute Frau Merkel verschweigt die Gründe für die gravierenden Unterschiede in Ost und West die Sie zum großen Teil mit begründet und zu verantworten hat.Mir stehen die Haare zu Berge und die Galle steigt mir hoch wenn ich immer von Tarif Ost und Rentenfaktor Ost höre,und das nach 21 Jahren.Aber eine bessere Marionette als Frau Merkel können sich die Herren Ackermann,Henkel und Hund ja garnicht wünschen.
    Danke Frau Merkel

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