10 Milliarden US-$ für Haiti

GiNN-BerlinKontor.—Für das durch ein Erdbeben fast völlig zerstörtes Haiti haben Staaten und Hilfsorganisationen auf der internationalen Geberkonferenz in New York Finanzhilfen in Höhe von fast US-$ 10 Milliarden zugesagt, um die Infrastruktur des Landes und vor allem das Gesundheitswesen, wieder herzustellen.  Die Europäische Union (EU) will US-$ 1,6 Milliarden zur Verfügung stellen, die USA US-$ 1,15 Milliarden. Die Interamerikanische Entwicklungsbank sagte US-$ 2,2 Mrd. zu,  die Weltbank US-$ 480 Millionen.  Venezuela versprach für den nächsten zehn Jahre eine Hilfe in Höhe von US-$ 2,2 Mrd.,  Brasilien US-$ 172 Millionen.  Kanada will US-$ 400 Millionen  bereit stellen.

Die Bundesrepublik Deutschland wird anteilig US-$ 53 Millionen beisteuern, Italien US-$ 54 Mio.  Aus Europa kommen noch € 650 Millionen aus Privatspenden hinzu, davon allein aus Deutschland € 195 Millionen.

UN0-Generalsekretär BAN Ki Moon  bestätigte in New York, Haiti werde über einen längeren Zeitraum  US-$  9,9 Milliarden  (€ 7,4 Milliarden) finanzielle Unterstützung erhalten. “Die Freunde Haitis haben unsere Erwartungen weit übertroffen”. Man hatte mit US-$ 3,8 Mrd. gerechnet.   Die internationale Gemeinschaft habe sich “spektakulär” an die Seite der Menschen in Haiti gestellt, so Ban.  “Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass das Geld in der gewünschten Zeit in Haiti ankommt und besonnen und koordiniert ausgegeben wird”, sagte der UN-Generalsekretär.

Durch das Erdbeben in Haiti am 12. Januar waren 220.000 Menschen ums Leben gekommen, 1,3 Millionen wurden obdachlos. Große Teile der Hauptstadt Port-au-Prince liegen in Trümmern. Die Schäden des Bebens werden auf US-$ 8 Milliarden geschätzt.

Haitis Regierung stellte in New York einen “Aktionsplan für nationalen Wiederaufbau und Entwicklung” vor, wobei der Wiederaufbau staatlicher Institutionen und Strukturen im Mittelpunkt stehen soll.

Philip D. MURPHY, US-Botschafter in Berlin, erklärte dazu:  “In den Stunden nach dem Erdbeben mobilisierte die internationale Gemeinschaft Hilfe für Haiti.  Mehr als 140 Länder waren an den sofortigen Rettungs- und Hilfsmaßnahmen beteiligt. Länder, die sich nahe stehen und Länder mit angespanntem Verhältnis zueinander arbeiteten Seite an Seite, in Menschlichkeit vereint. Diese Reaktion hat deutlich gemacht, dass wir zwar die Staatsbürgerschaft des Landes haben mögen, in dem wir leben, aber alle auch Teil einer großen Gemeinschaft von Weltbürgern sind, die sich in der Not gegenseitig helfen….Haiti dabei zu unterstützen, das Land besser wiederaufzubauen, wird kein kurzfristiges Unterfangen sein. Dem “Post Disaster Needs Assessment” – einer Analyse der Vereinten Nationen und der Weltbank – zufolge, wird der Wiederaufbau Haitis viele Jahre dauern und 11,5 Milliarden US-Dollar kosten.” (AD)

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