1 Mrd € für Elektro-Autos

GiNN-BerlinKontor.—.—Mit rund einer € 1Milliarde fördert die Bundesregierung die Elektromobilität in Deutschland. Dazu gehören ein Umwelt-Bonus für Elektro-Autos, der Aufbau der notwendigen Lade-Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie die steuerliche Förderung.

Deutschland soll zum “Leitmarkt und Leitanbieter bei der Elektromobilität” werden, so die Bundesregierung am 18.05.2016 in Berlin. Dabei geht es um Innovationen bei Fahrzeugen, Antrieben und Fahrzeugkomponenten. Wichtig ist auch die Einbindung dieser Fahrzeuge in die Strom- und Verkehrsnetze. Das Thema Elektromobilität entscheidet zusammen mit der Digitalisierung über die Zukunft der Automobilindustrie und anderer in der Mobilität engagierten Wirtschaftszweige.

“Die Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein der Energie-Wende. Sie ist ein Bindeglied zwischen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und dem Verkehrssektor. Die Maßnahme zur Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge ist damit eine Antwort auf die steigenden Anforderungen an Klimaschutz (CO2-Ausstoß) und Luftreinhaltung (Stickoxide, Rußpartikel etc.).”

Die Bundesregierung will für den Kauf eine Elektroautos daher einen Umwelt-Bonus in Höhe von € 4.000 für rein elektrische Fahrzeuge und € 3.000 für Plug-In Hybride gewähren. Er soll jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert werden.

Für alle reinen Elektro-Fahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellen-Fahrzeuge) mit erstmaliger Zulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2015 galt bisher eine von fünf auf zehn Jahre verlängerte Kraftfahrzeugsteuerbefreiung. Bei erstmaliger Zulassung solcher Fahrzeuge seit dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020 gilt derzeit noch eine fünfjährige Steuerbefreiung. Diese Kraftfahrzeugsteuerbefreiung soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 in eine zehnjährige Steuerbefreiung geändert werden.

Arbeitgeber sollen sich durch einen steuerlichen Anreiz stärker an dem Ausbau der Ladeinfrastruktur beteiligen. Deshalb soll eine Steuerbefreiung für Arbeitgeber eingeführt werden, wenn private E-Fahrzeuge im Betrieb aufgeladen werden können. Zusätzlich wird die Überlassung von Lade-Vorrichtungen an Arbeitnehmer begünstigt.

Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Lade-Stationen wird die Verbreitung von Elektro-Fahrzeugen im Markt gefördert. Außerdem erhöht sich damit die Wertschöpfung: Es gibt neue Möglichkeiten für Beschäftigung und die Schaffung von Arbeitsplätzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit der Förderung von Ladestationen hilft die Bundesregierung, mehr Akzeptanz für diese umweltfreundliche Technologie zu erreichen.

Das Förderprogramm zum Aufbau dieser Lade-Stationen soll von 2017 bis 2020 insgesamt € 300 Millionen betragen. Insbesondere soll mit diesen Mitteln ein flächendeckendes Netzes an Schnell-Lade-Infrastruktur entstehen. Daneben wird auch der weitere Aufbau von Normal-Lade-Infrastruktur gefördert.

Den Kompass und Rahmen für die Förderung der Elektromobilität in Deutschland setzt die Bundesregierung mit ihrem “Regierungsprogramm Elektromobilität”. Unterstützt wird die Bundesregierung dabei durch die “Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität” sowie die “Nationale Plattform Elektromobilität”. (Quelle: bundesregierung.de)

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