08.08.2008
« älter Artikel neuerer Artikel »US-Anwälte bereichern sich an Holocaust-Opfern
GiNN-BerlinKontor.—Rund US-$ 75 Millionen aus Entschädigungsgelder sollen korrupte US-amerikanische Anwälte als Vertreter von Holocaust-Opfern als “Honorare” kassiert haben. Nun sitzen sie zum Teil hinter Gittern. Der Fernsehsender 3AT “Kulturzeit” (Moderatorin Tina Mendelsohn) berichtete am 07.08. unter dem Titel “SHOAH Business - Wie Amerikas Top-Juristen mit Massenklagen Millionengeschäfte machten” über diese “raffgierigen US-Rechtsanwälte”, die von ihren Holocaust-Klienten wegen Veruntreuung und Betrugs endlich verklagt wurden.
Es handelt sich um “die einflussreichsten Anwälte der USA”. Ihre Sammelklagen - auch von Holocaust-Überlebenden - haben sie reich und berühmt gemacht. Nun mußten sich Anwälte wie Richard Scruggs, Edward Fagan und Melvyn Weiss vor Gericht verantworten. Der Anwalt der New York MilbergWeiss-Kanzlei wurde inzwischen zu 30 Monaten Haft und zu US-$ 10 Millionen “Wiedergutmachung” verurteilt. Ed Fagan meldete 2007 in Florida Konkurs an – er gab seine Schulden mit US-$ 9,4 Millionen an.
Auch der Münchener Anwalt Michael Witti arbeitete für ein geschätztes US-$ 8 Millionen Honorar mit dem US-Anwalt Ed Fagan eng zusammen, dem laut “Zwangsarbeiter-Stiftung” bereits 2000 ein “Vorschuß” von 125 Millionen DM überwiesen wurde. Seine Mandanten waren unter anderem in USA lebende Juden im hohen Alter, die während der Naziherrschaft in Ghettos gefangen waren. In Kooperation mit seinem New Yorker Kollegen hatte Witti für die Opfer so genannte „Ghetto-Renten“ zwischen € 300 und € 23 000 erstritten. Die Summen flossen jedoch laut Gerichtsbericht auf ein Konto Wittis. Er wurde zu 11 Monaten Gefängnis - auf Bewährung - verurteilt.
Besonders peinlich: Rabbiner Israel SINGER, Ratsvorsitzender des Jüdischen Weltkongresses (WJC), mußte aller seiner Ämter enthoben werden, als bekannt wurde, dass er für Shoa-Opfer bestimmte Millionenbeträge auf sein privates Konto umgeleitet hatte.
Otto GRAF VON LAMSDORFF war 1999 vom Bundeskanzler beauftragt worden, die Verhandlungen über Art und Höhe der Entschädigung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter zu führen. Mit Gründung der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ begann eine Wiedergutmachung-Aktion, die zu einem Sammlungsbetrag von € 10 Milliarden (!)- aus Industrie und Bundesregierung - für die noch lebendem Zwangsarbeiter führten. Rund 1,7 Millionen ehemalige Zwangsarbeiten erhielten angeblich im Höchstfall € 7.700 als Entschädigung für ihre Sklavenarbeit in Nazi-Deutschland - meist aber war die Summe deutlich kleiner.
“Die wirklichen Gewinner waren Männer wie der amerikanische Anwalt Melvyn Weiss. Sein Honorar aus dem Zwangsarbeiterfonds betrug rund € 7 Millionen. Nun mußte er hinter Gitter, weil er seine Mandanten schmierte”, so 3Sat. Sammelklagen - auch mit Zwangsarbeitern - garantieren immer noch in USA “ein fettes Geschäft” - für die Anwälte.
Aus einem Bericht der Bundesregierung geht hervor, dass Miliarden-Beträge aus dem Programm bisher ausgezahlt wurden. Auf Zahlungen wegen Zwangsarbeit in einem Konzentrationslager (KZ) oder Ghetto entfielen den Angaben zufolge knapp € 2,12 Milliarden. Wegen Deportation in das so genannte Deutsche Reich oder in besetzte Gebiete sowie wegen Zwangsarbeit seien € 1,26 Milliarden gezahlt worden. Hinzu kämen Leistungen an andere NS-Opfer in Höhe von € 958,37 Millionen. Über die Jewish Claims Conference (JCC) als Vertretung der jüdischen Opfer sind laut Bericht € 1,15 Milliarden geflossen, sowie an die Internationale Organisation für Migration (IOM) und weitere Partnerorganisationen der Stiftung (€ 376,28 Millionen).
Die Zahlungen an betroffene Polen belaufen sich laut Bundesregierung auf knapp € 974 Millionen. Betroffene aus der Ukraine hätten € 866,07 Millionen, NS-Opfer aus Russland € 420,97 Millionen und aus Weißrussland € 345,34 Millionen erhalten. An tschechische NS-Opfer seien € 207,6 Millionen ausgezahlt worden.
Die Zahl der Empfänger wird mit 1.659.132 angegeben. Davon entfielen 296.740 auf Zwangsarbeiter in KZs oder Ghettos, 561.282 auf deportierte oder inhaftierte Zwangsarbeiter und 801.110 auf “andere” NS-Opfer. Gezahlt worden sei an 483.287 Polen, 471.167 Ukrainer, 252.543 Russen, 129.485 Weißrussen und 75.769 Tschechen. 158.097 jüdische Empfänger hätten ihr Geld über die JCC ausgezahlt bekommen, 88.784 Personen von der IOM. Von den 2.316.517 Anträgen seien 1.659.132 positiv entschieden und ausgezahlt worden.
Der Bremer Politologe Klaus Freiherr von Münchhausen kämpfte in Deutschland seit über 15 Jahren für die Opfer der nationalsozialistischen Ausbeutung. Er selbst verhalf über 4000 ehemaligen Zwangsarbeitern zu einer Entschädigung. Die Raffgier seiner amerikanischen Kollegen sei immer “suspekt” ghewesen, heißt es in dem Bericht.
Von Münchhausen bekam mehrmals “lukrative Angebote” aus Amerika für eine Zusammenarbeit. Er sollte seine Mandate abtreten, also:verkaufen. “Kasse machen - mit Zwangsarbeit.” Von Münchhausen mußte wegen seines Alleingangs Insolvenz anmelden. Er hatte sich Geld bei der Sparkasse geliehen, um weiter arbeiten zu können. Zur Seite standen ihm ehemalige Zwangsarbeiter, Freunde in Israel und freiwillige Helfer. Von der Regierung bekam er lediglich € 74 000.
Heute gibt sich von Münchhausen “nicht mehr zornig und verbittert, wegen des Schicksals dieser alten Leute, die draufgezahlt haben, während sich die Amerikaner bereichert haben”. Er sehe jetzt jedoch, dass “man langsam erkennt, dass diese amerikanischen Rechtsanwälte zum Teil Kriminelle sind, und dass sie jetzt ihr Schicksal ereilt”, so von Münchhausen in 3SAT “Kulturzeit” (07.08)
am 9. Aug. 2008
[…] Rund US-$ 75 Millionen aus Entschädigungsgelder sollen korrupte US-amerikanische Anwälte als Vertreter von Holocaust-Opfern als “Honorare” kassiert haben. Nun sitzen sie zum Teil hinter Gittern. Shoa Business. […]
am 5. Feb. 2009
My Grandfather was a Victim from the nazis,and they Kill 8 of their Brothers and one of them Could run away from The Consetration camp,and they castrate him(they Cut His testiculs).I need a Lawyer Who can help me to Get back the money from his Farm and all the pain the Nazis cause to him and family,also my Father.I know their are cases that Juisch victims like my father grandmother and grandfather,that they pay them,wath they deserve,even they will never give back my family.I have some dokuments were you can have more information about it.please Kontakt me.Thank you.Rosana Ch.