05.09.2008
« älter Artikel neuerer Artikel »Umweltfreundliche Elektro-Autos “on the run”
GiNN-BerlinKontor.—In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU), des Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias WISSMANN sowie der Vorstandschefs von Daimler und RWE, Dieter ZETSCHE und Jürgen GROSSMANN wurde am 05.09. in Berlin das von der Daimler AG und der RWE AG ins Leben gerufene Großprojekt “e-mobility Berlin” vorgestellt. Es bietet die Möglichkeit, im Rahmen eines Praxistestes umfassende Erfahrungen über das Zusammenspiel von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur zu machen. Ab 2010 sollen etwa hundert Fahrzeuge der Marken smart und Mercedes-Benz über die Berliner Straßen rollen. Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) sagte, es handle sich um “ein wirklich wegweisendes Projekt”. Die Elektro-Autos sollen künftig über ein Netz aus insgesamt 500 Stromtankstellen im gesamten Berliner Stadtgebiet mit Energie versorgt. RWE entwickelt das Netz aus Stromtankstellen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie teilt dazu mit, angesichts der öffentliche Diskussionen über Schadstoffemissionen und Klimawirksamkeit des individuellen Straßenverkehrs hätten sich die Anstrengungen von Automobilherstellern, Zulieferunternehmen und Energieversorgern zur Verbesserung von Elektrofahrzeugen und der dafür notwendigen Versorgungsinfrastruktur intensiviert. Deutsche Batteriehersteller arbeiteten “mit Vehemenz” daran, durch die technische Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie deren Reichweite und Dauerhaltbarkeit zu verbessern. Dadurch würden die speziellen Herausforderungen an eine praktische Anwendung des elektrischen Antriebs in Fahrzeugen, wie zum Beispiel ein schnelles Laden der Batterie, besser gemeistert.
Elektrische Antriebe bieten mittel- bis langfristig auch ein erhebliches Potential zur Verminderung der Abhängigkeit vom Erdöl. Zur Erzeugung der elektrischen Energie kann das gesamte Spektrum von Primärenergien genutzt werden - inklusive der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig ermöglicht der hohe Wirkungsgrad eines Elektroantriebs die effiziente Nutzung der eingesetzten Energie.
BMWi-Staatssekretär Jochen HOMAN sagte dazu: “Elektrofahrzeuge bieten die Chance, in relativ kurzer Zeit den Anforderungen an einen klimafreundlichen Straßenverkehr gerecht zu werden. Damit verfügen sie über ein erhebliches wirtschaftliches Potential, das es zu nutzen gilt. Deutsche Automobilhersteller beweisen einmal mehr ihre Technologiekompetenz, für die sie zu Recht in der ganzen Welt berühmt sind. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge mit einer nachhaltigen Zunahme der Stromnachfrage verbunden sein wird. Diese wird trotz des geplanten massiven Ausbaus der Erneuerbaren Energien nur mit Strom aus zusätzlichen hocheffizienten Kraftwerken abgedeckt werden können.”
Die Agentur für Erneuerbare Energien erklärte:” Elektrofahrzeuge sind jedoch nur so sauber, wie der Strom, mit dem sie fahren. Deshalb ist nur die Kombination von Elektromobilität und Strom aus Erneuerbaren Energien praktisch CO2- und schadstofffrei. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 12 Kilowattstunden Windstrom auf 100 Kilometer emittiert ein Elektrofahrzeug 2,8 Gramm CO2 pro Kilometer. Zum Vergleich: Mit herkömmlichem Strom aus dem deutschen Strommix würde das selbe Auto knapp 80 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.
Elektromobilität und Erneuerbare Energien seien natürliche Partner”, sagte Jörg MAYER, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. “Elektroautos werden ihren Strom vor allem nachts tanken, wenn viel Energie aus Windkraftanlagen ungenutzt bleibt, oder in der Mittagspause, wenn besonders viel Strom aus Sonnenenergie zur Verfügung steht. Dadurch wirken sie wie ein Speicher, der zur optimalen Ausnutzung der Erneuerbaren Energien dringend benötigt wird. Elektromobilität trägt also in idealer Weise zur Energiewende bei.”
am 6. Sep. 2008
[…] energie> Das ist doch Pillepalle > > Ich spreche von 5.500 Watt (durchschnittlichem Verbrauch, Sommers wie > > Winters) Primärenergieverbrauch. > > > > Hast Du neben deinem PC und TV > > auch noch 4 Heizlüfter am Laufen? > > Habe ich nicht, aber Kleinvieh macht auch Mist. Und der Strom ist, > bedingt durch die Umwandlungsverluste, am Primärenergieverbrauch > überproportional beteiligt. Ein gut ausgestatteter PC bringt mit > Peripherie gut 300 W auf die Waage. 300 W … Abwärme Die erzeugt er aber hoffentlich nur kurzzeitig. Bei meiner alten Kiste bleibt der CPU-Kühler ohne Lüfter lauwarm. Die Kiste reicht mir in mehr als 90% der Fälle. > Setzt man, gut gerechnet 40 % > Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung an (Durchschnittswert aller KW), > so sind das schon 750 W Primärenergie. Da kommen wir der Sache schon näher. http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfkraftwerk “Ein Dampfkraftwerk ist die mit über 80% vorherrschende Bauart eines Kraftwerks zur Erzeugung elektrischer Energie,… Moderne Dampfkraftwerke haben einen Wirkungsgrad von bis zu 45 %. Das heißt: Mehr als 55 % der eingesetzten Energie in Form von Wärme können nicht genutzt werden und gehen über den Kühlturm verloren.” Das ist der Wirkungsgrad der Turbine. Hinzu kommen noch die Verluste im Generator; in den Umspannwerken, auf der Leitung, … Ich tippe mal, dass die Verlust bis zur Steckdose bei über 85% liegen. 300 W für den PC .. damit die da im Kraftwerk es schön mollig warm haben. Irre, mehr als 2 kW werden dafür unauffällig verheizt. BTW: Kriegen wir hierzulande eigentlich Erdgas aus Sibirien? […]
am 10. Sep. 2008
[…] > Jaaaaa, ich weiß, daß da dieses Dorf nicht direkt dranhängt. Wenn die > Windräder für viel Geld ins öffentliche Netz einspeisen, müssen es > die großen Kraftwerke mit viel Aufwand und Energieverlust > ausgleichen. Eine für die Windkraft verheerende Energiebilanz. Das wurde doch heute schon gesagt: der geeignete Gegenpart zu Windrädern sind Gaskraftwerke, die schnell reagieren können, ohne Feuerungsaufwand. Die Amerikaner haben in den 90-er Jahren fast nur solche gebaut, sie können also nicht ganz unrentabel sein. Ohne sie freilich als Gegenpart zu Windrädern zu betrachten. Das hätten sie mal besser getan. Eben kommt, weil sie es versäumt haben, eine Rechnung in Höhe von einer Billion aus dem Irak. Das macht doch all diese kleinlichen Einwände zur Makulatur. Ja nun, Erdgas ist auch CO2-treibend und nicht regenerativ. Da nun tun sich ganz neue Möglichkeiten auf: Turbinen verkraften eigentlich jeden Kraftstoff, im Allgemeinen kann man alles, was irgendie brennt als Treibstoff verwenden. Derzeit wird viel mit Raps experimentiert, von dem man nur die Blüte verwenden kann, also ein winziger Bruchteil der Pflanze. Wobei ich nicht müde werde, den Kartoffelschnaps zu loben. Mit dem hat die deutsche Wehrmacht ganze Fahrzeugflotten betrieben und am Ende eine V2 in die Luft bekommen. Ist es das, was die Abneigung erzeugt ? Ist Kartoffelschnaps ein Nazi-Treibstoff ? Ich würde sagen, der Antifaschismus hat andere Fronten zu halten. Treibstoffe sind - unabhängig von ihrer Verwedung - politisch und weltanschaulich neutral. > > Ich bezahl den Scheiß auch gleich zweifach: Als Steuerzahler, weil > die Windkrafträder Abschreibungsobjekte für Besserverdienende sind, > als Stromkunde, weil sie den Strom teurer machen. Doppelt bezahlt für > energiepolitischen Nonsens. Lächerlich. Du zahlst für Windstrom 9 cent (da ist alles drin, Forschung , Produktion, Renditen) Atom und Kohle kosten 3,5 cent. Aber aus alten, längst abgeschriebenen Kraftwerken, man hat schon lange keines mehr gebaut. Es kann gut sein, dass neue Kohlekraftwerke längst viel teurer produzieren als Windkraft. Atom erst recht. Gruß Artur […]