01.02.: Jetzt nur noch IBAN

GiNN-BerlinKontor.—Seit dem 1. Februar 2016  können Verbraucher Überweisungen und Lastschriften nur noch mit der internationalen Bankkontonummer IBAN= International Bank Account Number veranlassen. Die bisher geltende Übergangsregelung für den einheitlichen Zahlungsverkehr im EURO-Raum ist Ende Januar abgelaufen.
Alle Kontoinhaber – ob Privatperson, Unternehmen, Verein oder öffentliche Kasse – sind von der Umstellung auf den einheitlichen Zahlungsverkehr im EURO-Raum (SEPA=Single Euro Payments Area) betroffen. Statt Bankleitzahl und Kontonummer gibt es eigentlich schon längst nur noch die internationale Bankkontonummer IBAN. Das heißt: Mit der bislang gebräuchlichen Kontonummer und der Bankleitzahl wird kein Geld mehr transferiert. Hinweis zur weiteren Neuerung bei Überweisungen::  Beim BIC (Bank Identifier Code) handelt es sich um eine von der SWIFT=Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication festgelegte international gültige Bankleitzahl.

Ende der Übergangsregelung

Wer mit Kontonummer und Bankleitzahl bis jetzt noch Bankgeschäfte erledigt hat, konnte das, weil sein Geldinstitut die alten Nummern quasi automatisch “übersetzt” hat. Diese kulante Leistung der Banken in Deutschland ist mit dem Stichtag nicht mehr erlaubt.

Die Internetseite der Bank kann online nun nur noch ein Eingabefeld für eine IBAN anbieten. Und wer dennoch alte Überweisungsträger benutzt, die Eingabefelder für Kontonummer und Bankleitzahl vorsehen, erhält sie postwendend unerledigt zurück.

Mahnungen vermeiden – schnell handeln

Die große Mehrheit der Privatleute hat die Bankgeschäfte inzwischen umgestellt. Etwa zehn Prozent aller Überweisungen haben die Banken aber bis heute “übersetzt”. Wer jetzt noch nicht umgestellt hat, muss damit rechnen, dass das Finanzinstitut die Überweisungen nicht mehr ausführt. Das kann in der Folge zu Mahnungen führen. Da gilt es, schnell zu handeln.

Ein Blick auf die Kontoauszüge verrät, welche Dauerüberweisungen oder Lastschriften die Bank bislang “übersetzt” hat. Da gilt es, sich die IBAN zu besorgen und den Vorgang damit umzustellen.

Und: Steht beispielsweise auf der Handwerkerrechnung noch keine IBAN, sollte man beim Handwerker danach fragen. Denn eine IBAN hat er längst; er hat nur vergessen, den Rechnungsvordruck zu erneuern. Und wer der studierenden Tochter oder dem Sohn per Dauerüberweisung den Lebensunterhalt bezuschusst, kann dies nur noch mit der IBAN.

IBAN – gar nicht schwer

Angst braucht man vor der 22 Zeichen langen internationalen Kontonummer nicht zu haben. Denn sie setzt sich größtenteils aus bekannten Zahlen zusammen:

Aus dem Länderkennzeichen DE für Deutschland, einer zweistelligen Prüfzahl und der bisherigen Bankleitzahl sowie Kontonummer. Mit der zweistelligen Prüfzahl werden Fehlüberweisungen durch Zahlendreher verhindert.

Effizient, sicher und einheitlich

SEPA hat gleich mehrere Vorteile. Mit ihm ist der Zahlungsverkehr nicht nur einheitlich, effizient und sicher. Kontoinhaber können vor allem unabhängig von ihrem Sitz oder Wohnort ihren gesamten bargeldlosen Euro-Zahlungsverkehr steuern. Europa wächst auch damit weiter zusammen.

Diese Verbesserungen werden sich im Zuge des verstärkten Wettbewerbs auch preislich niederschlagen. Das sollte sich jeder zunutze machen. So beispielsweise bei der durch SEPA europaweit möglichen Wahl des Kreditinstitutes für das eigene Konto. Da bietet sich an, dasjenige mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auszusuchen.

Übrigens: Kredit- und EC-Karten werden beim turnusgemäßen Kartenaustausch mit der neuen IBAN-Kennzeichnung versehen. (Quelle: bundesregierung.de)

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